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Nach heutiger Rechnung fehlen Bönen im Sommer 74 Kindergartenplätze

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Von: Kira Presch

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Ein Archivfoto aus der Kita-Hegemann. Der neue Träger ist Teil des Kapazitätsausbaus in Bönen, doch zu August fehlen immer noch Betreuungsplätze.
Ein Archivfoto aus der Kita-Hegemann. Der neue Träger ist Teil des Kapazitätsausbaus in Bönen, doch zu August fehlen immer noch Betreuungsplätze. © Robert Szkudlarek/Digitalbild

Würde des Kindergartenjahr jetzt starten, und nicht im August, stünden 74 Kinder aus Bönener Familien ohne Betreuungsplatz da. Das zeigt die Statistik für den Kreis-Jugendhilfeausschuss ebenso wie die absehbare Unterversorgung in der Grundschulbetreuung. So soll es nicht bleiben.

Bönen – Die nächste Betreuungslücke in den Kindertageseinrichtungen zeichnet sich bereits ab. Im nächsten Jugendhilfeausschuss am 26. Januar wird Kreissozialdezernent Torsten Göpfert über die aktuellen Kita-Anmeldezahlen berichten. Aktuell liegen zum 1. August 151 neue Anmeldungen für Bönener Kitas vor. 74 Kinder bleiben demnach unversorgt, davon sind 47 Kinder über drei Jahre alt, 27 gehören zur Gruppe Kinder unter drei Jahren. Die Bönener SPD-Fraktion stellt jetzt den Antrag, bei den künftigen Planungen Kitas und OGS zusammen zu planen, denn auch hier, so das Argument, folge unwillkürlich der nächste Engpass.

Bei den Jüngsten besonderer Engpass

Auffällig, so Dezernent Torsten Göpfert, sei die hohe Zahl der unversorgten U3-Kinder, die auf einen Anstieg der Betreuungsquote hinweist. Immer mehr Eltern möchten immer früher einen Betreuungsplatz in Anspruch nehmen. Um am Stichtag 1. August möglichst allen Eltern eine Betreuung anbieten zu können, sollen Gespräche mit den Trägern der Kindertageseinrichtungen stattfinden, um die Möglichkeiten für einen weiteren Ausbau auszuloten oder alternativ, wie weit Überbelegungen möglich sind.

„Wir wollen, dass jedes Kind sowohl einen Kindergartenplatz, als auch einen Ganztagesplatz in der Grundschule (OGS) erhält, wenn Eltern diese in Anspruch nehmen möchten“, betont Schulausschussvorsitzende Silvia Gosewinkel (SPD). Die Anmeldungen der letzten Jahre zeigten, dass beides in Bönen nicht ausreichend vorhanden sei. Deshalb stelle die SPD-Ratsfraktion einen Antrag zum weiteren Ausbau der Kindertagesstätten und der OGS.

Problem setzt sich an Grundschulen fort

Insbesondere durch den ab 2026 geltenden Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz sei eine vorausschauende Planung geboten. Ob der steigende Bedarf der Kita-Plätze anhält, werde die Zukunft zeigen. Das räumliche „Zusammendenken“ beziehe sich deshalb auch auf eine weiterführende Nutzung von Räumen oder Außengelände.

Im vorliegenden Antrag fordert die Ratsfraktion die Verwaltung auf, Gespräche mit dem Kreisjugendamt zur anstehenden Planung zu führen. Diese sollen neben Standort- und Trägersuche auch andere wichtige Einrichtungen in Bönen mitberücksichtigen wie das Go in oder das Familienbüro. „Es macht Sinn, dieses Angebot in Bönen durch durchdachte örtliche Strukturen zu unterstützen“, argumentiert der SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Lampersbach. „Wir setzen mit dem Antrag auf eine langfristige und nachhaltige Lösung für Familien.“ Finanzielle und zeitliche Ressourcen sollten effizient eingesetzt werden, um Kosten und Aufwand für eine spätere Überführung der Nutzung frei werdender Kitaplätze als OGS-Plätze zu sparen. Denn für Eltern sei eine planungssichere Ganztagesbetreuung die Grundlage ihrer Berufstätigkeit.

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