Bönener Gemeinderat soll den Weg frei machen

Wohngebiet auf dem ehemaligen Kettler-Gelände in Flierich geplant

An der Kamener Straße in Flierich sollen sechs Wohnhäuser entstehen
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Auf dem ehemaligen Kettler-Gelände soll ein kleines Wohngebiet entstehen.

Die Bagger rollten im Frühjahr 2019 an. Bald darauf war von der ehemaligen Betriebsstätte der Firma Kettler nichts mehr zu sehen. Der Bauschutt wurde beseitigt, die Fläche geebnet. Seitdem ist nicht mehr viel passiert neben dem evangelischen Friedhof in Flierich. Im Hintergrund allerdings schon, wie Wibke Rabura erzählt. In dem Architekturbüro, das sie gemeinsam mit ihrem Vater Werner Rabura in Bönen führt, wurde nämlich in den vergangenen Monaten weiter geplant. Über die Ergebnisse beraten am Donnerstag die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses.

Bönen - Demnach soll auf dem 4142 Quadratmeter großem Areal ein kleines Wohngebiet entstehen. Angedacht ist, es in sechs Grundstücke zwischen circa 540 bis rund 810 Quadratmetern Fläche aufzuteilen. Bebaut werden sollen diese mit Einfamilien- und Doppelhäusern. Zudem ist ein behindertengerechtes Mehrfamilienwohnhaus vorgesehen. Offensichtlich gibt es dafür bereits einen Bauherren, die anderen Grundstücke werden vom Eigentümer der Fläche vermarktet. Das ist die Heinz-Kettler-Stiftung in Ense beziehungsweise eine Verwaltungs- und Beteiligungs-GmbH.

Gebaut werden dürfen die Häuser maximal mit zwei Vollgeschossen beziehungsweise mit einer Firsthöhe von höchstens zehn Meter ab Oberkante Erdgeschoss, um das Ortsbild nicht zu beeinträchtigen. Auch dürfen die künftigen Bauherren ihren Neubauten ausschließlich Satteldächer aufsetzen. Die Gemeinde empfiehlt zudem die Installation von Solar- beziehungsweise Photovoltaikanlagen. Ausreichend Parkplätze für ihre Fahrzeuge müssen die angehenden Bewohner selbst schaffen, möglichst auf ihrem eigenen Grund.

Erschließung von der Kamener Straße aus

Die beiden östlich gelegenen Grundstücke bekommen einen Zugang von dem kleinen Weg, der einst an der Werkhalle vorbeiführte. Der soll dazu auf einer Länge von rund 45 Metern verbreitert werden und einen markierten, fahrbahngleichen Gehweg erhalten. Die vier anderen Grundstücke werden von der Kamener Straße aus über einen 6,05 Meter breiten Privatweg mit Wendehammer erschlossen.

Stimmen die Mitglieder des Gemeinderates den Entwürfen in ihrer Sitzung am Donnerstag, 1. Juli, zu, soll im nächsten Schritt der vorhabenbezogene Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden. Zudem soll die Gemeindeverwaltung dann das erforderliche Beteiligungsverfahren durchführen. Das bedeutet unter anderem, dass die Pläne öffentlich gemacht werden und Interessierte Einblick nehmen können. Gibt es Einwände dagegen, können diese vorgebracht werden. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses sollen bereits am Donnerstagabend eine Empfehlung für den Rat in dieser Angelegenheit abgeben.

Erst wenn das Beteiligungsverfahren abgeschlossen ist, kann es an der Kamener Straße weitergehen. Wibke Rabura rechnet aber nicht damit, dass das in diesem Jahr noch der Fall sein wird.

Der Ausschuss tagt am Donnerstag

Der Haupt- und Finanzausschuss tagt am Donnerstag, 17. Juni, ab 18 Uhr in der Aula des Marie-Curie-Gymnasiums. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem eine Vereinbarung mit der Stadt Bergkamen über das Vergabewesen, der Medien- und der Schulentwicklungsplan, die OGS-Beiträge sowie verschiedene Anträge der Fraktionen, Parteien und Bürgeranregungen. Dem öffentlichen Teil der Sitzung schließt sich eine Einwohnerfragestunde an.

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