Statt Schützenfest

Endlich wieder echte Treffen: Beeindruckende Parade der Bürgerschützen in Bönen

Bönen-Nordbögge und des evangelischen Bläserchors Bönen statt.
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Die Königsparade fand unter den Klängen des Spielmannszuges Bönen-Nordbögge und des evangelischen Bläserchors Bönen statt.

Der Bürgerschützenverein Bönen, Wester- und Osterbönen hätte am Wochenende gerne sein Schützenfest gefeiert. Die Corona-Pandemie ließ dies nicht zu. Jedenfalls nicht im großen Stil. Zwei Aktivitäten gab’s dennoch: eine Parade am Sonntagnachmittag sowie, tags zuvor, eine feierliche Kranzniederlegung.

Bönen – Die Parade am Sonntag mit rund 100 Schützen und Musikern war vor allem für das Königspaar Jan Holdack und Monique Doernemann sowie für das Kaiserpaar Rolf und Silke Kampmann etwas Besonderes. Beide Regentenpaare sind bereits in die Verlängerung gegangen und hätten ursprünglich bereits im vergangenen Jahr abgelöste werden sollen. Doch auch da gab es bekanntlich kein Schützenfest. „Es ist schön, die Leute einmal persönlich wieder zu sehen. Und für uns ist es nach 2019 die zweite Parade, an der wir als Königspaar den Vorbeimarsch erleben“, sagte die Schützenkönigin.

Parade der Bürgerschützen Bönen, Wester- und Osterbönen

Parade der Bürgerschützen Bönen, Wester- und Osterbönen
Parade der Bürgerschützen Bönen, Wester- und Osterbönen
Parade der Bürgerschützen Bönen, Wester- und Osterbönen
Parade der Bürgerschützen Bönen, Wester- und Osterbönen
Parade der Bürgerschützen Bönen, Wester- und Osterbönen

Wie es sich bei einer Parade gehört, gab es auch den passenden Marsch „Preußens Gloria“ zu hören. Für die Musik sorgten der Spielmannszug Bönen-Nordbögge und der evangelische Bläserchor Bönen. Auch bei den Musikern war zu spüren, dass sie sich freuten, endlich einmal wieder ihrem Hobby in der Öffentlichkeit nachkommen zu können.

Zunächst war Autokorso geplant

„Die Mitglieder haben mit ihrer Teilnahme bestätigt, dass unsere Entscheidung richtig war, eine Parade durchzuführen“, sagte Vorsitzender Martin Brünnich. Er erinnerte aber auch daran, dass die Parade ursprünglich als Autokorso geplant war und nur aufgrund der niedrigen Inzidenzen im Kreis Unna als tatsächlicher Vorbeimarsch durchgeführt werden konnte. „Das hätten wir uns bei den ersten Planungen gar nicht vorstellen können, umso mehr freuen wir uns“, betonte Brünnich.

Auch die teilnehmenden Schützen begrüßten die Veranstaltung. So kommentierte unter anderem Dirk Rebber: „Es ist schön, alle in einem so entspannten Rahmen zu sehen, das habe ich vermisst.“

Tatsächlich hatte es seit fast zwei Jahren keine größere Veranstaltung mehr auf dem Schützenplatz an der Witheborgstraße gegeben. Anders als in den früheren Jahren nahm diesmal kein andere Bönener Schützenverein an der Parade teil. Dies war zuvor auch so abgesprochen worden.

„Können zwischen Gut und Böse unterscheiden“

Bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal in Osterbönen am Samstag hatte Brünnich dazu aufgerufen, alles zu tun, dass es nie wieder zu einem Krieg kommt. „Wir schauen auf die Vergangenheit, um sie auf unsere Zukunft wirken zu lassen. Wir haben die Möglichkeit, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden“, unterstrich er.

Mit Blick auf die Corona-Pandemie meinte Brünnich, dass es so etwas wie „Normalität“ gar nicht gebe. Der Begriff sei zu überdenken. „Dies haben gerade die Kontaktbeschränkungen deutlich gemacht“, so der Vorsitzende. Inhaltlich bezog er eine klare Position. So verurteilte er die Aktionen der sogenannten Querdenker, die er als „nicht zielführend“ beschrieb.

Trotzdem drei Salutschüsse

„Es ist eine gute Geste, wenn Schützenvereine auch an die Verstorbenen erinnern“, sagte Torsten Goetz, Bönens stellvertretender Bürgermeister. Er nahm mit Bönens Ortsvorsteherin Anika Furmanek-Schmidt und dem Ortsvorsteher von Wester- und Osterbönen, Ulrich Pohlmann, an der Gedenkstunde teil. Darüber hinaus beteiligte sich eine kleine Abordnung der Schützen und der Osterbönener Bauernschaft an der Veranstaltung.

Auf eine ganz besondere Tradition wollten die Bürgerschützen nicht verzichten: das Abfeuern dreier Salutschüsse nach der Kranzniederlegung. Normalerweise markieren diese lautstrak den Beginn des jährlichen Schützenfestes.

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