Feuerwehr und Technisches Hilfswerk

Hallendach drohte einzustürzen: THW gibt Entwarnung

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Die Feuerwehr rückte ins Bönener Industriegebiet aus

Die Schneefälle der letzten Tagen haben gefährliche Folgen: Mitarbeiter einer Produktionsfirma im Bönener Industriegebiet haben eine Wölbung im Hallendach festgestellt. Das Technische Hilfswerk gab aber Entwarnung.

[Update] Bönen – Eine ungewöhnliche Wölbung in der Decke einer Produktionshalle im Bönener Industriegebiet sorgte am Mittwochnachmittag für einen Einsatz der Bönener Feuerwehr. Weil für die Retter nicht ersichtlich war, ob der Schnee auf dem Dach des Gebäudes für die Verformung verantwortlich war und gar ein Einsturz drohte, holten sie sich Unterstützung vom Technischen Hilfswerk (THW). Der Ortsbeauftragte des THW Kamen-Bergkamen gab Entwarnung.

„Wir haben eine Schneelastmessung durchgeführt, und die war vollkommen unauffällig“, berichtet Uwe Hauptreif. Demnach lag die Schneelast auf dem Hallendach an der Siemensstraße bei 43 Prozent, der Grenzwert ist bei 100 Prozent erreicht. „Ab 100 Prozent wird das Dach geräumt“, erklärt der Ortsbeauftragte. In Bönen sei dies also nicht vonnöten gewesen, ebenso wenig wie weitere Maßnahmen.

Viel Arbeit für THW-Berater

Die Mitarbeiter konnten die Arbeit in der Halle wieder aufnehmen. Die Ursache für die Verformung der Decke muss jetzt ein Statiker ermitteln. „Es ist aber immer richtig, vorsorglich tätig zu werden“, betont Uwe Hauptreif. Da es in dieser Region nur noch selten schneie, wüssten viele oft nicht mehr, wie sie handeln sollen.

Den Wert ermittelt hat der Baufachberater des THW, ein Bauingenieur mit dem erforderlichen Fachwissen. Der hatte übrigens in den vergangenen Tagen allerhand zu tun, wie Hauptreif erzählt. Unter anderem stellte der Experte auf einem Dach in Bergkamen eine Schneelast von 146 Prozent fest. Dort mussten die Einsatzkräfte des THW die Fläche räumen.

Erstmeldung vom 10. Februar: Bönen – Dick und kompakt hat sich der Schnee, der seit Samstag vom Himmel fällt, auf die Flächen gelegt. Und er hat ordentlich Gewicht. Das stellte am Mittwochnachmittag auch der Mitarbeiter einer kleinen Produktionsfirma im Bönener Industriegebiet mit.

Kurz nach 16 Uhr stellte er eine ungewöhnliche Wölbung in der Decke des Hallendaches fest, unter dem er gerade beschäftigt war. Umsichtig alarmierte er nicht nur die Feuerwehr, sondern schickte zudem alle Kollegen aus dem Gebäude.

Zwei Löschzüge alarmiert

Er befürchtete, dass das Dach die Schneelast nicht mehr tragen und einstürzen könnte. Die Bönener Retter begutachteten die betroffene Stelle zunächst von unten, stiegen dann mithilfe der Drehleiter aufs Dach. Um die Situation richtig einzuschätzen, forderten sie die Unterstützung eines Baufachberaters des Technischen Hilfswerkes (THW) an.

In seine und die Hände seiner Kameraden legten die Feuerwehrkräfte anschließend weitere Maßnahmen, etwa das Dach von den weißen Massen zu befreien. Dafür ist das THW entsprechend ausgestattet. Die Bönener Lebensretter beendeten hingegen ihren Einsatz.

Die Feuerwehr war mit beiden Löschzügen ausgerückt. Aufgrund der Wetterlage sei dies derzeit angesagte Strategie, erklärte Feuerwehrsprecher Timo Rinkewitz. „Da wir nicht einschätzen können, wie viele Kameraden die Gerätehäuser beziehungsweise den Einsatzort rechtzeitig erreichen, alarmieren wir lieber beide Züge.“

Am Mittwochnachmittag stießen außer dem THW-Fachberater noch Mitglieder des DRK Bönen, ein Notarzt, ein Rettungswagen der Feuerwehr Kamen sowie die Polizei zum Einsatz an der Siemensstraße dazu.

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