Einfach, aber brillant: MCG-Schülerinnen entwickeln Messe-Plakat

+
Laura Kwasny, Birte Kilmer, Greta Gerdes und Anna Krebs (vorne, von links) begeisterten mit ihrem Plakat nicht nur Erich Hinderlich, Matthias Schmitz, Jana Scheffler, Moderator Michael Hanschmidt vom Büro für Zukunft, Ulrich Böhme und Dr. Peter Petrak.

Bönen - Ein knittriger Zettel, drei Kästchen zur Auswahl und die berühmten fünf Worte: „Willst du mit mir gehen?“ in blauer Kugelschreiberschrift. „Das ist es!“. Die Wahl fiel Matthias Schmitz leicht.

Von verschiedenen Entwürfen für ein Messeplakat gefiel dem Geschäftsführer der Firma Schmitz und Söhne dieser auf Anhieb am besten. Entwickelt wurde er von Schülern des Marie-Curie-Gymnasiums.

Technisch einfach, aber brillant: So fasste Kunstlehrerin Jana Scheffler gestern Mittag bei einem Treffen mit allen Beteiligten in der Alten Mühle die Gewinner-Idee von Anna Krebs, Laura Kwasny, Birte Kilmer und Greta Gerdes zusammen. Dass dahinter sehr viel Zeit, Einsatz und Arbeit steckt, erzählten dann Schulleiter Dr. Peter Petrak, Jana Scheffler und der Koordinator für Studien- und Berufsberatung am MCG, Ulrich Böhme. „Es ist ziemlich genau ein Jahr her, dass wir uns zum ersten Mal getroffen haben, um die bestehende Kooperation der Firma Schmitz und Söhne und dem MCG mit mehr Leben zu füllen“, berichtete Böhme. „Wir sind seit 40 Jahren in Bönen, aber noch immer unbekannt bei vielen Menschen vor Ort. Wir wollen uns vor allem als Arbeitgeber bekannter machen“, erklärte Matthias Schmitz. Besonders liegt dem Medizintechnik-Hersteller daran, Nachwuchs zu gewinnen. Daher ist das Unternehmen auch regelmäßig bei einer Karriere-Messe in Soest vertreten. Für den Stand dort fehlte dem Aussteller in den vergangenen Jahren allerdings ein „Hingucker“, etwas das junge Menschen dort hinzieht. Als Pilotprojekt zur Kooperationsförderung bekam so die Kunst-AG des MCG den Auftrag, Materialien für die Messe im April zu entwickeln.

Dieses Plakat haben die Schülerinnen entworfen. (oben rechts klicken, um das ganze Foto zu sehen)

Der Betrieb ließ den Gymnasiastinnen alle Freiheiten und stellte ihnen alles zur Verfügung, was sie für die Arbeit benötigten, etwa das Stier-Logo der Firma und Farbtabellen. „Anfangs hatten wir Tausend Ideen, die wir erst mal gesammelt haben. Wir dachten daran, irgendetwas mit dem Stier zu machen, aber auch mit dem Gedanken ‚Blick in die Zukunft‘“, erzählte Greta Gerdes. „Die Schüler haben einen perfekten Masterplan aufgestellt“, lobte Lehrerin Jana Scheffler die strukturierte Herangehensweise der Schülerinnen.

"Agentur hätte das nicht besser gemacht"

Etliche Vorschläge sind so entstanden, wurden verworfen oder weiter ausgearbeitet. Der Aufwand dafür war enorm, wie die Beteiligten jetzt feststellten. Rat und Unterstützung bekamen sie während der Projektzeit von Markus Pförtner und seinen Kollegen aus der Marketingabteilung bei Schmitz und Söhne. Dass es am Ende das Foto mit dem Zettel werden würde, hat dann aber niemanden überrascht. „Es bildet ab, warum wir auf die Karriere-Messe gehen und schafft eine Verbindung zur Schulzeit. Ich glaube nicht, dass eine Agentur das besser gemacht hätte“, sagte Matthias Schmitz. Zudem gefiel ihm das selbstentwickelte Logo der vier Künstlerinnen auf dem Plakat. Und der großformatige Aufsteller, der aus dem Entwurf der Schüler hergestellt wurde, hatte tatsächlich den erwünschten Erfolg. „Das Roll-up hat viele Jugendliche an unseren Stand gelockt und Interesse geweckt“, berichtete Erich Hinderlich, Ausbildungsverantwortlicher bei Schmitz und Söhne.

Für beide Seiten soll das Projekt nun ein erster Aufschlag sein für weitere gemeinsame Vorhaben. „Uns geht es um Nachhaltigkeit“, sagt Schulleiter Peter Petrak.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare