Eine sichere Kugel schieben: Erste Kegelbahn wird wieder geöffnet

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Ausholen für den ersten Wurf seit Corona: Ab dem 19. Juni dürfen Kegler in der Gastwirtschaft Denninghaus wieder die Kugel rollen lassen. Die Kegelbahnen in Haus Böinghoff und im Restaurant Rhodos bleiben vorerst noch geschlossen.

Bönen – Nach dem wochenlangen Lock-down gibt es nach und nach Erleichterungen. Gaststätten dürfen wieder Gäste bewirten. Auch ihre Kegelbahnen sollen sie jetzt wieder öffnen können, wenn sie ein entsprechendes Hygienekonzept vorweisen können. Die Gaststätte Denninghaus hat dazu jetzt grünes Licht von der Gemeinde erhalten.

Während Haus Böinghoff in Flierich derzeit noch prüft, ob die Öffnung der Kegelbahn möglich ist, wird das Restaurant Rhodos am Kletterpoth seine Bahn vorerst nicht öffnen.

„Wir haben das Ordnungsamt der Gemeinde kontaktiert, welche Voraussetzungen nötig sind, um die Kegelbahn wieder öffnen zu können“, berichtet Kirsten Metzrath von der Gaststätte Denninghaus. Schließlich legte sie der Verwaltung ein Hygienekonzept vor zum Schutz ihrer Gäste. Die gab der Wirtin jetzt grünes Licht. Am 19. Juni geht die erste Kegelgruppe bei ihr an den Start. 

Sie habe alle Kegelclubs, die bei ihr die Bahn nutzen, angeschrieben. „Die Resonanz ist gemischt“, sagt sie. „Einige freuen sich, dass sie bald wieder kegeln können und haben sich angemeldet. Andere sind da noch vorsichtig und warten erst mal ab oder kommen und treffen sich zum Essen und schauen sich die Bahn noch mal genau an, um dann zu entscheiden, ob sie wieder kegeln wollen.“ Immerhin sei ein Großteil der Mitglieder in den Kegelclubs über 60, also besonders gefährdet.

Der Aufwand, um die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten, sei schon groß, räumt sie ein. So müssen alle Kontaktdaten aufgeschrieben werden, vor der Nutzung muss alles desinfiziert werden. „Ein Vorteil ist, dass wir auf der Kegelbahn neben Fenstern auch eine Tür zum Garten haben, sodass wir gut lüften können.“ 

Die Kugeln müssen von den Spielern jedesmal nach Gebrauch desinfiziert werden.

Bei der Desinfektion der Kugeln müsse sie allerdings auf ihre Gäste vertrauen, dass sie sich auch an die Regeln halten. „Wir stellen das Desinfektionsmittel, aber den korrekten Einsatz können wir nicht überwachen.“ 

Wirtin Katja Lohmann vom Haus Böinghoff hat bereits viele Anfragen von ihren Stammkeglern, wann es denn wieder losgeht. Aber sie muss noch prüfen, ob die Nutzung der Bahn möglich ist unter verschärften Corona-Auflagen. „Bei uns stehen die Tische seitlich zur Bahn, da wird es schwierig, Abstände einzuhalten“, sagt sie. „Wir müssen jetzt sehen, ob wir alles so umstellen können, dass wir die Vorschriften einhalten können, dann würden wir gerne wieder öffnen.“ 

Im Restaurant Rhodos bleibt die Kegelbahn bis auf weiteres geschlossen. „Die Gefahr ist einfach zu groß, dass die vorgeschriebenen Abstände nicht eingehalten werden können“, sagt Alexandra Sotsou, Nichte von Inhaber Nico Sotsou. „Unsere Kegelbahn ist einfach zu klein, als dass größere Gruppen sich dort mit dem gebotenen Abstand bewegen könnten. Und wenn dann noch das eine oder andere Bierchen dazu kommt, dann wird man vielleicht auch unvorsichtiger“, so Alexandra Sotsou. 

Das Griechische Restaurant am Kletterpoth hat eine Kegelbahn, die in normalen Zeiten etwa 28 Clubs regelmäßig nutzen. „Das ist ein festes Einkommen, mit dem man rechnen kann“, sagt Sotsou. „In der Regel trinken die Kegler nicht nur etwas, sondern essen auch bei uns. Das fehlt uns seit Ausbruch der Corona-Pandemie schon sehr.“ 

Aber die Bahn sei einfach zu schmal für mehr als acht Personen bei einem Mindestabstand von 1,50 Metern. „Meistens haben die Gruppen zwischen zehn und 14 Personen. Da wollen wir auch niemanden ausschließen. Entweder alle oder keiner.“ Viele Clubs würden zwar bereits drängeln, wann die Kegelbahn denn wieder öffnet. „Aber viele Kegelclubmitglieder sind bereits älter und damit besonders gefährdet. Da sind wir lieber vorsichtig.“ 

Dabei stünde bei vielen Gästen der Freizeitspaß mit der Kugel gar nicht immer so im Vordergrund, so die Erfahrung der Mitarbeiterin im Restaurant Rhodos. „Vielen fehlt einfach das Zusammensein, der Kontakt untereinander. Dafür gibt es aber unseren großen Biergarten, wo sich die Leute mit Sicherheitsabstand treffen können. Wir warten jetzt erst mal ab, wie es bei den Kollegen funktioniert.“

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