Iphone-Verkauf

Ebay-Betrug: Mann nutzt eigenen Freund bei Handy-Masche schamlos aus

Ebay wird immer wieder für betrügerische Aktivitäten ausgenutzt. Die Online-Verkaufsplattform missbrauchte auch ein Mann aus Bönen für seinen Betrug. Beim Verkauf zahlreicher Handys nutzte er sogar seinen eigenen Freund aus.

Bönen/Unna - Mit einigen betrügerischen Handy-Verkäufen auf Ebay besserte ein 21-Jähriger in Bönen offenbar nicht nur seine chronisch leere Kasse auf, sondern nutzte auch das Vertrauen seines Freundes aus und brachte ihn in Verdacht der Mittäterschaft. Während der Freund nun Gericht erfolgreich seine Unschuld beteuerte, steht ihm ein größeres Verfahren bevor. Der Grund: Es gibt neben dem Betrug weitere Vorwürfe.

UnternehmenEbay Inc.
SitzSan José (Kalifornien)
Gründung1995
Mitarbeiterzahl 13.300 (2019)

Ebay-Betrug mit Handy-Verkäufen: Iphones angeboten, aber nicht geliefert

Bei der Masche, die der 21-Jährige laut Anklage in drei Fällen zwischen Januar und März 2020 anwandte, handelt es sich mittlerweile um einen Klassiker: Über Portale wie Ebay, so der Vorwurf, bot er iPhones zum Kauf an, kassierte insgesamt rund 1600 Euro und lieferte nichts. In zwei Fällen gab er die Kontodaten seines langjährigen Kumpels aus Bönen an und als die Taten ans Licht kamen, erweckte das den Anschein, als hätten die beiden jungen Männer beim Handy-Verkauf gemeinsame Sache gemacht.

Nun befasste sich das Unnaer Amtsgericht mit den Vorwürfen und der 21-Jährige räumte seine Schuld nicht nur ein, sondern versicherte mit Blick auf seinen gleichaltrigen Freund neben ihm auf der Anklagebank: „Er wusste nichts davon.“ Er habe ihm in beiden Fällen gesagt, dass das Geld von einem Bekannten sei.

Ebay-Betrug mit Handy-Verkäufen: Vorwürfe werden gebündelt

Er habe seine Bankkarte und Geheimzahl gehabt, habe das Geld aus den Ebay-Verkäufen stets allein abgeholt und dem Anderen auch nichts abgegeben. Der Mitangeklagte konnte das nur bestätigen. „Ich habe ihm leichtgläubig meine Kontokarte gegeben. Und ich habe nie davon profitiert.“ Nachdem auch die Vertreterin der Jugendgerichtshilfe, die beide seit längerer Zeit kennt, diese Version für glaubhaft befand, ging das Gericht ebenfalls von der Unschuld des Mannes aus Bönen aus. Er wurde in der Handy-Affäre freigesprochen.

Ein Mann aus Bönen nutzte die Online-Plattform Ebay für seine betrügerischen Machenschaften.

Gänzlich anders verhielt es sich mit dem „geschäftstüchtigen“ 21-Jährigen, der nunmehr alleine auf der Anklagebank saß. Da offenbar weitere, ähnlich gelagerte Verfahren gegen ihn offen sind, entschied die Jugendrichterin, sie quasi zu bündeln und in einem großen Verfahren zu verhandeln.

Bis dahin kann der junge Mann weiter daran arbeiten, sein Leben in den Griff zu bekommen und Pluspunkte zu sammeln. Damit hat er bereits angefangen, indem er eine Wohnung in Aussicht hat und die Schule wieder besucht.

Immer wieder betrügen Menschen auf Ebay, indem sie etwa geklaute Ware verkaufen. Zuletzt veräußerte ein Mann aus Bergkamen zwölf Playstations, die er zuvor bei seinem Arbeitgeber geklaut hatte. Und auch abseits von Ebay sind Kriminelle im Internet mit kuriosen Maschen unterwegs. Auf Tinder bedrohte ein Mann aus NRW sogar eine 18-jährige Frau. Nach dem Mann wird nun gefahndet.

Rubriklistenbild: © Ben Margot / dpa

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