Das Aus für die Freiluftausstellung an der Seseke

S-East-Side-Gallery wird nach Zerstörung nicht neu aufgebaut

Etliche Kinder haben für die S-East-Side-Gallery in Bönen Bilder gemalt
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In den vergangenen sechs Jahren haben kleine und große Künstler in verschiedenen Projekten an der Ausstellung gearbeitet

Vielen Spaziergängern und Radlern war die S-East-Side-Gallery an der Seseke eine echte Freude. Die farbenprächtige Freiluftausstellung entlang des Rad- und Gehweges am Fluss lud immer wieder dazu ein, sich die Werke von kleinen und großen Künstlern aus der Gemeinde näher anzuschauen. Doch damit ist jetzt Schluss: Die Galerie wurde zerstört und soll nicht wieder neu aufgebaut werden.

Nicht zum ersten Mal wurde die S-East-Side-Gallery Opfer von Vandalismus, die Bilder vom Zaun gerissen und achtlos weggeworfen. Nur wenige Werke konnten gerettet werden, sie sind jetzt auf der Facebook-Seite Artmal zu sehen und können ab Dienstag im Treffpunkt Go in von ihren Schöpfern abgeholt werden. Neu aufgehängt werden sie nämlich nicht, sagt Caroline Kirchner, die zuständige Sachbearbeiterin bei der Gemeinde Bönen.

„Die Erfahrung hat gezeigt, dass das vergebene Liebesmühe ist“, so die Verwaltungsmitarbeiterin. „Wir sind nie über 100 Bilder gekommen, vorher wurden sie immer wieder zerstört. Ich ärgere mich einfach nur darüber. Es war eine schöne Idee, aber sie funktioniert nicht, weil einige Leute meinen, sie immer wieder kaputtmachen zu müssen.“ In der Fußgängerzone, in der seit rund zwei Jahren die fast lebensgroßen Doppelgänger bekannter Bönener stehen, laufe es besser. Dort hätten aber auch mehr Menschen ein Auge auf die Kunstwerke. „Wir können ja schlecht eine Videoüberwachung an der Seseke installieren“, stellt Caroline Kirchner fest. Mit Bedauern gibt sie die S-East-Side-Gallery daher nun komplett auf.

Viele Beteiligte haben sich engagiert eingebracht

2014 wurde das Kunstprojekt in Kooperation mit der Gemeinde und dem Treffpunkt Go in angeschoben, neben der Initiatorin Kerstin Donkervoort beteiligte sich auch die Künstlerin Barbara Sørensen daran. Gemeinsam mit begeisterten Kindern und Erwachsenen schufen sie in verschiedenen Projekten – unter anderem im Ferienspaß und bei der Schattenwirtschaft – die Schau am beliebten Seseke-Weg.

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