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Drogengeschäfte für mehrere tausend Euro: Mann aus Bönen in Erklärungsnöten

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Von: Sylvia Mönnig

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Drogen - Amphetamin
Bei einer Durchsuchung fanden Polizisten bei einem Bönener 100 Gramm Amphetamin. © dpa

Ein 34-jähriger Mann aus Bönen wird beschuldigt, mit Drogengeschäften mehrere tausend Euro verdient zu haben. Die Anklage wird derzeit vor dem Amtsgericht Unna verhandelt.

Unna/Bönen – Mit drei Amphetamin-Geschäften verdiente ein Bönener offenbar mehrere tausend Euro. Auch wurden Drogen für den Handel in seiner Wohnung entdeckt. Vor Gericht stellte der 34-Jährige das Ganze nun als etwas dar, in das er zufällig rutschte. Demnächst wird der Fall neu aufgerollt. Dann sollen Zeugen Licht ins Dunkel bringen.

In drei Fällen ab 2017, so der Vorwurf, verkaufte der Bönener einem gesondert verfolgten Abnehmer jeweils ein Kilo Amphetamin und erhielt dafür insgesamt 5900 Euro. Ende September wurde dann seine Wohnung durchsucht und die Ermittler stießen auf knapp 100 Gramm Amphetamin, rund 260 Ecstasy-Pillen und nahezu 40 Gramm Marihuana. Diese Drogen, so die Anklage, hielt er für den gewinnbringenden Weiterverkauf vorrätig.

Zeugen sollen Aufklärung bringen

Nun sollte sich der 34-Jährige wegen gewerbsmäßigen Drogenhandels vor dem Unnaer Schöffengericht verantworten. Dort präsentierte er sich nur zum Teil geständig. Was das von ihm selbst hergestellte Amphetamin betraf, schob er die Initiative mehr oder weniger dem Abnehmer in die Schuhe. Der in der Wohnung gefundene Rest sei für den eigenen Bedarf bestimmt gewesen und die Ecstasy-Pillen hätte er doch eigentlich nur zwischengelagert.

Das Verfahren wurde nach der Einlassung ausgesetzt. Beim nächsten Termin sollen dann Zeugen für Aufklärung sorgen. Der Bönener kann bis dahin überlegen, ob er bei seiner Version bleiben will oder vielleicht doch eher nicht. Denn, für ihn geht es um die Frage, ob eine Bewährung überhaupt noch in Betracht kommen kann.

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