Verkehr erheblich gestört

Dreirad von Brücke auf Regionalexpress geworfen

[UPDATE 13.30 Uhr] BÖNEN - Mit einem Dreirad stoppten unbekannte Täter am Dienstag in Bönen den Regionalexpress von Krefeld nach Hamm und sorgten so für erhebliche Störungen im Bahnverkehr. Das teilte die zuständige Bundespolizei in Dortmund erst am Mittwoch mit.

Das Kindergefährt landete vermutlich zwischen Heidestraße und Kamener Straße im Bereich von Bramey auf dem Dach des Triebwagens und löste Kurzschlüsse aus. Der Zug konnte nur noch in den Bahnhof Bönen rollen. Die Reisenden mussten dort aussteigen. Personen kamen nicht zu Schaden. Im Bahnverkehr sorgte der Vorfall für erhebliche Verspätungen.

Bei der Bundespolizei sorgte das Ereignis für Irritationen. Wie und wo genau das Dreirad auf den Zug geschleudert werden konnte, ist den Ermittlern der Behörde noch unerklärlich, wie ein Sprecher in Dortmund gestern einräumte. Schließlich befindet auf der Strecke zwischen Unna und Bönen keine Brücke, von der aus etwas auf die Züge und Gleise geworfen werden könnte. Erste Ermittlungen ergaben laut Bundespolizeisprecher nur folgenden Sachverhalt.

Der Regionalexpress war gegen 13.50 Uhr von Krefeld nach Hamm unterwegs, als der Triebwagenführer die Kurzschlüsse in Höhe der Unterführung der Kamener Straße zwischen Heeren und Bönen bemerkte. Vorher war ihm nichts aufgefallen. Der Lokführer konnte den Zug nur noch in den Bahnhof Bönen auslaufen lassen. Dort entdeckte er das Dreirad, das sich am hinteren Stromabnehmer auf dem Dach verhakt und die drei Kurzschlüsse verursacht hatte. Daraufhin mussten circa 100 Fahrgäste am Bahnhof Bönen eine unfreiwillige Pause einlegen. und mit nachfolgenden Zügen ihre Reise fortsetzen.

Das im Stromabnehmer verkeilte Dreirad entfernten Mitarbeiter des technischen Dienstes der Deutschen Bahn mit Hilfe eines Spezialfahrzeuges.

 Diese Behinderung in Bönen sorgte bei der Bahn für Verspätungen von insgesamt 233 Minuten. 16 Züge waren betroffen. Neun von ihnen wurden umgeleitet, drei fielen teilweise aus. Eine durch die Bundespolizei eingeleitete Fahndung nach dem Täter oder den Tätern verlief bisher ergebnislos. Gegen Unbekannt wurde ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Die Bundespolizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe und bittet um Hinweise unter der kostenfreien Servicenummer 0800/6888000. - li

 

Die Bundespolizei bittet um Mithilfe. Hinweise bitte an die kostenfreie Servicenummer der Bundespolizei: 0800-6888000.

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