Patienten brauchen noch etwas Geduld

Drei Wege führen zum digitalen Impfnachweis auf dem Smartphone

Frau mit Spritze
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Wer im Impfzentrum geimpft wurde, erhält den QR-Code automatisch per Post, alle anderen können ihn in Apotheken und Arztpraxen erhalten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in der vergangenen Woche den Startschuss für den elektronischen Impfnachweis gegeben. Ganz so schnell geht es jetzt aber doch nicht. Vor allem in den Arztpraxen dauert es noch, bis die Verwaltungssoftware umgestellt ist.

Bönen – Mit dem elektronischen Impfnachweis können Geimpfte ihren Impfstatus auch auf ihrem Smartphone, entweder in der CovPass-App oder in der Corona-Warn-App, nachweisen, ohne immer den gelben Impfausweis mitführen zu müssen. Je nachdem, ob die Impfung im Impfzentrum oder in der Praxis erfolgte, ist der Weg zum digitalen Impfpass jedoch unterschiedlich, bestätigt Vanessa Pudlo, Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL).

Vom Impfzentrum kommt der QR-Code automatisch per Post

Für die Nutzung des digitalen Impfnachweises per App muss für jede Impfung ein QR-Code eingescannt werden. „In den Impfzentren werden die Codes künftig für alle neu durchgeführten Impfungen vor Ort ausgegeben“, so Pudlo. „Wer bereits einen Termin im Impfzentrum hatte, muss sich ebenfalls um nichts kümmern, die QR-Codes werden automatisch per Post zugeschickt.“ Das soll nach Aussage von NRW-Gesundheitsminister Josef Laumann bis Ende Juni geschehen.

Wer in einer Arztpraxis geimpft wurde, der kann den Code für den elektronischen Impfnachweis dort anfordern oder in den Apotheken, die diesen Service anbieten. Während viele der örtlichen Apotheken noch in dieser Woche startklar sein wollen, wird es bei den Arztpraxen voraussichtlich bis Mitte Juli dauern, bis alle den Code generieren können. „Die Hersteller müssen die Software für die Praxisverwaltung noch entsprechend umstellen“, erläutert die KVWL-Sprecherin.

Deshalb sollten Patienten nicht sofort die Praxen stürmen, um den digitalen Impfpass zu erhalten. „Die Praxen sind mit den Impfungen ohnehin schon sehr belastet.“

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