Dorffreunde laden Provider zum Gespräch

Dauerärgernis schwaches Internet: Nordbögge zeigt Helinet die Zähne

Versammlung Dorffreunde mit Vorsitzender Doris Cyplik
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Erkennbar einig sind die Dorffreunde nicht nur bei den Regularien der Versammlung gewesen. Die Vorsitzende Doris Cyplik kann auch auf Zustimmung zählen, wenn sie den Provider Helinet in die Pflicht nehmen will.

Die Bauteile im sommertags heiß laufenden Verteilerkasten Ecke Hammer Straße/Hubertstraße mag die Helinet GmbH mit dem nachgerüsteten Klimaaggregat gekühlt haben, aber bei den Gemütern der Nordbögger Dorffreunde zeigt das allein noch keine Wirkung. Da besteht dringender Gesprächsbedarf mit dem Hammer Anbieter.

Bönen – Der Frust über die teils unzureichende Leistung in dem mit gemeinsamen Initiative geschaffenen Internetzugang im Ortsteil kam in der Jahreshauptversammlung der Dorffreunde Nordbögge wieder hoch. Sie wollen den Provider an den Tisch holen.

Die Vorsitzende Doris Cyplik hatte das Thema in der Versammlung in der Gaststätte Dörnemann unter dem Punkt „Allgemeines“ ins Gespräch gebracht, die 15 Mitglieder stiegen gerne darauf ein, allen voran Herbert Bennemann.

„Wir haben für die Helinet Reklame gemacht“

Der Vorsitzende des Schützenvereins war mal Regionalbetreuer der VEW und kennt sich aus. Er erinnerte daran, dass es die Nordbögger Vereine waren, die vor nun fünf Jahren die Nachfragebündelung für schnelles Internet im Ortsteil für den Anbieter Helinet zum Erfolg gemacht haben: „Wir haben doch die Helinet hier ins Dorf hereingehoben, haben Reklame gemacht. Wir können auch Stimmung dagegen machen“, ließ Bennemann verbal die Muskeln spielen.

Doris Cyplik gab sich moderater. Sie empörte sich aber gleichwohl darüber, dass ihr kürzlich ein Mitarbeiter des kommunal gesteuerten Unternehmens auf die Klagen über schwache Verbindungen beschieden habe, „dass wir doch in Nordbögge froh sein könnten, überhaupt Internet zu haben. Wir könnten ja unser Sonderkündigungsrecht nutzen.“

Lieber keine als eine dünne Leitung?

Lieber keine Leitung als eine dünne Leitung? Für die Vorsitzende und Ortsvorsteherin ist das keine Option. Cyplik sucht das Gespräch, deswegen habe sie Matthias Pomplun angeschrieben. Der war damals Vertriebsleiter, betreut heute öffentliche Helinet-Partner, und ist als Bönener genau im Bilde. Cyplik hofft, auf diesem Wege Betroffene, Vertreter aus dem Rathaus und des Providers zum Gespräch versammeln zu können.

Gern mit Nordböggern, die keine Dorffreunde sind, aber im Home-Office oder beim Home-Schooling auf bessere Verbindungen angewiesen seien, war ein Vorschlag der Runde.

Der Helinet GmbH sollen nun zwei Terminvorschläge für ein Treffen im Bonhoeffer-Haus im November unterbreitet werden. „Die Helinet muss sich erklären“, forderte Cyplik. Wenn es dann keine Lösungsaussicht gebe, werde man das Sonderkündigungsrecht tatsächlich nutzen.

Das Pflichtprogramm der Versammlung war fix erledigt. Die Stellvertreter Dirk Brandt (Vorsitz), Daniel Wilms (Schriftführer) und Bianca Kinzel-Berghahn (Kassiererin) wurden bestätigt. Die in Finanzfragen angepasste Satzung ist gebilligt.

Pläne für Beitrag zum lebenswerten Dorf

Pläne für den nächsten Beitrag zum lebenswerten Dorf gibt es auch. „Wir haben uns überlegt, etwas für die älteren Kinder zu tun“, sagte Cyplik. Dank guter Kassenlage könnten eine Tischtennisplatte und ein Basketballkorb auf dem Bolzplatz angeschafft werden. Da soll auch die Gemeinde noch etwas Geld dazutun.

Eine Kalkulation will der Vorstand zur nächsten Versammlung am 16. März vorlegen.

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