11 Millionen Euro: Richtfest für neuen Firmen-Mittelpunkt

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Zehn Produktionslinien für technische Profile soll die neue, rund 4000 Quadratmeter große Halle der Firma Döllken beherbergen.

Bönen – Die größte Investition der Firmengeschichte nimmt so langsam Formen an. Seit Anfang des Jahres baut die Firma Döllken Profiles GmbH eine neue Lager- und Produktionshalle im Bönener Industriegebiet.  Am Mittwoch wurden gleichzeitig Grundsteinlegung und Richtfest gefeiert.

In einem Pfeiler wurde eine Zeitkapsel gelegt und mit einer Plakette abgedeckt, oben auf einer der Dachstreben war der Richtbaum befestigt. Etwa elf Millionen Euro lässt sich Döllken, die Erweiterung der eigenen Produktionsfläche um und 4000 auf knapp 10 000 Quadratmeter kosten. „Es soll der Mittelpunkt unseres Unternehmens werden“, sagte der 1. Geschäftsführer Hartwig Schwab in seiner Rede.

Fünf Jahre Vorlauf stecken mittlerweile in dem Projekt, bis alle Genehmigungen vorlagen. Los ging es auf der Baustelle an der Industriestraße im Herbst, gebaut wurde ab Anfang des Jahres. Da es durch Corona und auch anderweitig bisher keine Verzögerungen im Zeitplan gegeben hat, sind alle Beteiligten zuversichtlich, dass die Baufirma Goldbeck ihre Arbeiten im Oktober beenden wird. Am Jahresende könnte dann auf zehn Produktionslinien die Herstellung von technischen Profilen beginnen.

Richtfest bei Döllken Profiles in Bönen

Entwicklungsschwerpunkt in Bönen

Dann werden auch die Räume für 50 Büroangestellte bezugsfertig sein. Denn die Firma verlegt ihre Verwaltung, Administration und Vertrieb von Gladbeck nach Bönen. Hier in dieser Gemeinde, in der Döllken schon seit 1998 auf dem benachbarten Gelände ansässig ist, soll „der Entwicklungsschwerpunkt“ der Firma, die vorrangig Kunden aus Industrie, Handwerk und Handel mit Sockelleisten, technischen Profilen und Licht-Bändern versorgt, entstehen.

Schwab erklärte, dass die Zahl der Arbeitnehmer nach der Übernahme des Standortes bei 45 Personen gelegen habe, aber mittlerweile wieder auf 107 gestiegen sei. Bis 2025 sollen knapp über 200 Mitarbeiter bei einer Wirtschaftsleistung in Höhe von 40 Millionen Euro beschäftigt werden.

Döllken-Chef Hartwig Schwab mit der Zeitkapsel.

Verbesserung an der Rudolf-Diesel-Straße angekündigt

Das freute auch Bürgermeister Stephan Rotering, der den Anwesenden zum Bau gratulierte und sogleich an die Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinde dachte. Aber nicht nur: „Arbeitssicherung, darauf kann eine Kommune bauen“, begrüßte er die langfristigen Pläne von Döllken. Der Bürgermeister sicherte zu, dass die Verwaltung eine verkehrliche Verbesserung der Anbindung über die Rudolf-Diesel-Straße anstoßen werde.

Bei der Entscheidung pro Bönen hat übrigens die Lage eine wichtige Rolle gespielt. Logistische Gründe und „die Verfügbarkeit von Arbeitskräften“, so Schwab, stünden hinter dem Ausbau an dieser Stelle. Das Unternehmen verfügt in der Nähe von Weimar, im Schwarzwald und eben in Gladbeck über weitere Standorte. „Wir schaffen hier die Grundlagen, um schneller zu wachsen“, hoffte der Geschäftsführer auf eine Erfolgsstory.

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