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Ditib-Gemeinde feiert Geburtstag des Propheten in der MCG-Aula

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Von: Karl Löbbe

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Der Kinderchor „Bönen Gülleri“ absolvierte seinen ersten Auftritt vor großem Publikum. Dafür gab es reichlich Applaus von den rund 300 Gästen. © Löbbe

Bönen - Großer Andrang am Sonntagnachmittag in der Aula des Marie-Curie-Gymnasiums: Die muslimische Ditib-Gemeinde feierte den Geburtstag ihres Religionsstifters, des Propheten Mohammed. Im Jahre 571 nach christlicher Zeitrechnung in der arabischen Stadt Mekka geboren, spielt dieses Ereignis heute noch immer eine bedeutende Rolle.

Rund 300 Besucher waren gekommen, um zu feiern, wobei dies kein zentraler muslimischer Feiertag ist wie etwa das Opferfest. Aus diesem Anlass, der „Feier der glücklichen Geburt“, wie das Fest beschrieben wird, hatte Basri Karka, der erste Vorsitzende der Ditib-Moschee-Gemeinde, die Bönener eingeladen.

An der Gestaltung des Tages waren die Vorsitzenden des Netzwerks aller Moscheevereine im Kreis Unna beteiligt, betonte Organisator Senay Oturak, der neben Landrat Michael Makiolla auch die stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Lutz-Kunz begrüßte. Unter den Gästen weilte auch Kadir Dinc, Kulturreferent der Religionsgemeinschaft, der aus Kütahya in der Türkei angereist war.

Ein historischer Beleg für ein Datum des ersten Festes sei nicht genau auszumachen, erklärte Oturak. Im weitesten Sinn vergleichbar mit dem Weihnachtsfest, habe man seit Jahrhunderten immer im kleinen Rahmen gefeiert. Heute wolle man sich stärker öffnen. Deswegen richte man sich bewusster nach außen, indem man auch durch entsprechende Programmbeiträge die Jugend wieder stärker anspreche. Grundgedanke sei, Gott zu danken für die Sendung seines Propheten zu den Menschen. Oturak spricht von einem Fest für alle Religionen, das unter dem Motto „Lasst uns gemeinsam feiern“ den Menschen das nahebringen soll, was Mohammed an Wahrheiten verkündet habe.

Imame der Moscheen im Kreis rezitierten im Wechsel Texte aus der Prophetengeschichte und Verse aus dem Koran, denen eine heilbringende Wirkung zugeschrieben wird und die Segenswünsche für den Propheten übermitteln. Die Inhalte wurden in deutscher Übersetzung auf die Leinwand gebracht. Geschichtsprofessor Kadir Dinc richtete sich mit einer Ansprache an die Anwesenden. Er stellte Schwerpunkte aus dem Leben Mohammeds vor und sprach von der Bedeutung des Islam für das Leben in den Gemeinden, das von Gemeinschaft und Brüderlichkeit bestimmt sein sollte.

Die Gruppe „Say“ aus Gelsenkirchen präsentierte Lieder religiösen Inhalts. Großer Auftritt der „Bönen Gülleri“, der „Rosen von Bönen“, sogenannt wegen Mohammeds Lieblingsblume. Der Kinderchor trat zum ersten Mal auf und begeisterte. Im Foyer warteten ein Angebot an Kleidung, Schmuck und ein Büchertisch auf Interessenten. Zu später Stunde begeisterte Rapper Geeflow sein jugendliches Publikum. Stärken konnten sich alle Besucher an einem von der Frauengruppe erstellten üppigen Büfett.

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