Diskussion im Integrationsrat

Bekommt Bönen doch noch eine Partnerschaft mit türkischer Stadt am Schwarzen Meer?

Feridun Güney
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Der Vorsitzende des Integrationsbeirates, Feridun Güney, will während seines Türkeiurlaubs schon einmal inoffiziell die Fühler ausstrecken, ob in der Stadt Amasra grundsätzlich Interesse an einer Städtepartnerschaft mit Bönen besteht.

Bekommt die Gemeinde Bönen demnächst eine türkische Partnerstadt? Schon 2018 war die Frage Thema im Integrationsbeirat (ITB) – damals unter dem Vorsitz von Seynal Oturak. In der jüngsten Sitzung des mittlerweile neu gewählten Gremiums unter dem Vorsitz von Feridun Güney stand das Thema Städtepartnerschaft jetzt erneut auf der Tagesordnung.

Bönen – Das Thema ist bekannt, der Ort ist allerdings neu. Während vor drei Jahren die Stadt Seben in der Region Bolu im Norden der Türkei zur Diskussion stand, lautet der Vorschlag jetzt Amasra. Dabei handelt es sich um eine Hafenstadt an der Küste des Schwarzen Meeres in der Provinz Bartin.

Die Begründung für den Vorstoß ist noch die gleiche wie vor drei Jahren: „Bönen braucht eine Städtepartnerschaft mit einer türkischen Stadt, weil es eine große türkische Community in Bönen gibt“, sagt der ITB-Vorsitzende Feridun Güney. „Viele stammen aus der Region um die Stadt Amasra und wünschen sich eine Partnerschaft. Sie haben diese Idee an uns herangetragen.“

Auch Güney selbst stammt aus dieser Region. Weil er ohnehin in den kommenden Wochen dort Urlaub macht, hat er vor – inoffiziell, versteht sich – die Stadt zu besuchen und vorzufühlen, ob dort grundsätzlich Interesse besteht an einer Städtepartnerschaft mit Bönen. „Wir wollen nicht den ganzen Apparat in Gang setzen und Vorfreude wecken, wenn das für Amasra kein Thema ist“, sagt Güney.

Bereits Partnerschaften mit Billy Montigny und Trzebinia

Sollte er ein positives Echo erhalten, dann würde er im Integrationsrat berichten und der würde dann auf dem offiziellen Weg den Vorschlag an Politik und Verwaltung weitergeben. „Wir können als Beirat ja nur Anregungen geben“, weiß Feridun Güney. Gewünschter Umfang, konkrete Projekte und mögliche Kosten und Fördermittel einer Städtepartnerschaft müssten im Vorfeld geprüft werden. Der Rat entscheidet dann, ob eine weitere Städtepartnerschaft gewünscht ist.

Beim letzten Vorstoß zu diesem Thema hatten sich Bürgermeister Stephan Rotering und der Rat darauf verständigt, dass eine weitere Städtepartnerschaft neben den bestehenden mit Billy Montigny in Frankreich und Trzebinia in Polen – um die es nicht erst seit Ausbruch der Corona-Pandemie sehr still geworden ist – in absehbarer Zeit nicht zur Debatte stehe – unter anderem aus Kostengründen.

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