SPD-Antrag: Gemeinde soll Pflege übernehmen

Kreisverkehr in Osterbönen soll aufblühen

Kreisverkehr an der Rhynerner Straße/Unnaer Straße in Bönen.
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Zwei Bäume auf einer Wiese: Das ist der Bönener SPD zu wenig. Sie wünschen sich eine gepflegte Gestaltung der Kreisinsel an der Rhynerner Straße.

Das Eingangsportal zur Gemeinde soll hübsch gemacht werden – und zwar im Westen und im Osten. Das möchte zumindest die SPD-Fraktion. Sie fordert in einem Antrag, dass die Gemeinde auch den Kreisverkehr in Osterbönen bepflanzen und pflegen soll. Wenn möglich sollten ortsansässige Unternehmen Patenschaften für die Gestaltung übernehmen.

Bönen - Für den neuen Kreisverkehr an der Einmündung der westlichen Bahnhofstraße in die Hammer Straße wird derzeit an einer Gestaltung gefeilt. Die Vorschläge, die zum Teil von Bönenern im Rathaus eingereicht wurden, werden momentan geprüft und sollen – wenn der Rat dem zustimmt – demnächst vom Ältestenrat weiter diskutiert werden.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Lampersbach schlug in der Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt (PBU) am Donnerstagabend dazu vor, dass die infrage kommenden Varianten auf die Internetseite der Gemeinde gestellt werden sollten und dort die Bönener dann über die Favoriten abstimmen sollen. Fest steht aber schon jetzt, dass die „Insel“ optisch aufgewertet die Bewohner und Besucher gleichermaßen am Ortseingang willkommen heißen soll.

Der Kreisel, der von der Rhynerner Straße in die Unnaer Straße mündet, und von dem die K35n ins Industriegebiet abzweigt, liegt jedoch seit seinem Bau mehr oder weniger brach. Zwei Bäume stehen auf der Kreisinsel, rundherum wächst Gras. Im Sommer, bei feucht-warmer Witterung, wuchert dort das Unkraut brusthoch, wie die Genossen bemängeln.

Pflanzaktion mit fleißigen Helfern

Vor acht Jahren setzte Ortsvorsteher Ulrich Pohlmann mit einigen fleißigen Helfern knapp 2000 Narzissen- und Krokuszwiebeln dort ins Grün, um die Fläche zumindest im Frühjahr freundlich aussehen zu lassen. „Wir haben damals auch Kontakt mit Straßen.NRW aufgenommen und uns um eine Verschönerung bemüht“, berichtete der CDU-Ratsherr in der Ausschusssitzung. Die Antwort des Landesbetriebes sei allerdings negativ ausgefallen. „Man hat uns mitgeteilt, dass eine Bepflanzung des Kreisverkehres ein zu großes Gefahrenpotenzial darstellen würde“, so Pohlmann.

Straßen.NRW ist in diesem Fall jedoch zuständig für die Pflege der Kreisinsel. Der SPD reichen die Intervalle, in denen die Mitarbeiter des Landesbetriebes dort mähen, jedoch nicht. Der Kreisverkehr wirke dadurch ungepflegt. Sie wollen, dass die Gemeinde daher die Pflege übernimmt und den Rasen dort regelmäßig, im Frühjahr und Sommer etwa sechs bis acht Mal, schneidet. Zudem sollten nach der Vorstellung der Genossen blühende Büsche gesetzt werden, die gleichzeitig Insekten Nahrung bieten. „Der Kreisverkehr sähe freundlich aus und hätte auch ökologische Vorteile“, begründen die Genossen ihren Vorschlag. Vorstellen können sie sich, dass die „Fassbiene“ von Egon Maas, die derzeit am Blühfeld von Ulrich Pohlmann an der Voßkuhle steht, künftig auf der Kreisinsel platziert wird.

Um die Gemeindekasse zu schonen, sollte die Verwaltung sich bemühen, Firmen aus dem Gewerbegebiet als Sponsoren für die Pflege zu gewinnen. Die zuständigen Mitarbeiter im Rathaus machen in ihrer Beschlussvorlage allerdings gleich darauf aufmerksam, dass die Kollegen des Bönener Bauhofes diese freiwillige Arbeit nicht noch zusätzlich übernehmen könnten. Die Kosten für die Bepflanzung und Pflege müssten hingegen zunächst berechnet werden. Außerdem sei eine Abstimmung mit Straßen.NRW erforderlich. „Inwieweit örtliche Unternehmen bereit wären, Kosten und Leistungen zu übernehmen, kann aktuell nicht beurteilt werden“, heißt es aus dem Fachbereich. Eine aktuelle Beschlussempfehlung wollten die Verwaltungsmitarbeiter daher nicht geben.

Dafür hatten die Gremiumsmitglieder offenbar Verständnis. Das Thema soll nun in der nächsten Sitzung des PBU-Ausschusses am 11. November mit aktuellen Informationen wieder auf der Tagesordnung stehen.

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