Der Impfstart im Kreis Unna

Awo-Seniorenzentrum: Countdown bis zum Impftermin

Im Awo-Seniorenzentrum an der Eichholzstraße soll am 8. Januar geimpft werden.
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Im Awo-Seniorenzentrum an der Eichholzstraße soll am 8. Januar geimpft werden.

Der Start war mit 180 Dosen für den Kreis Unna überschaubar, doch jetzt nimmt das Impfen Fahrt auf. Derart schnell sogar, dass einige Senioreneinrichtungen gar nicht so fix mit dem „Papierkram“ hinterherkommen. Das Awo-Seniorenzentrum ist aber schon bereit und hat einen Termin erhalten, an dem es an die Reihe kommen wird.

Bönen/Kreis Unna – Als „nicht kompliziert“ beschreibt Christian Prögler den Vorbereitungsprozess, mit dem sich die Einrichtung an der Eichholzstraße anmeldebereit gemacht hat. „Wir haben ein gutes Netzwerk“, sagt der Pflegedienstleiter. Von allen Bewohnern und Mitarbeitern, die sich impfen lassen wollen, mussten eine Einverständniserklärung, ein Anamnesebogen und ein Aufklärungsbogen ausgefüllt und unterschrieben werden.

Mit einem der Hausärzte wurden möglichen Daten für einen Impftermin abgeklärt, um dann alles der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zu melden und den tatsächlichen Durchführungstag zu erhalten. „Es war uns wichtig, dass schnellmöglich zu machen“, betont Prögler. Am 8. Januar soll es soweit sein.

„Licht am Ende des Tunnels“

Die Impfbereitschaft sei sehr hoch an der Eichholzstraße, berichtet Prögler. Von etwa 90 Prozent spricht er. „Das ist ein Licht am Ende des Tunnels. Das muss man so sagen“, meint er zur Impfung. Die Bewohner haben seit Monaten ihre Kontakte einschränken müssen, und auch die Mitarbeiter haben sich aus Sorge um ihre Senioren damit zurückgehalten. Dazu kommt die Angst vor einer Ansteckung und einem schweren Krankheitsverlauf. Manche hätten Tränen in den Augen gehabt, so Prögler, als die Nachricht kam, dass es mit dem Impfen losgehen wird. Es sei ein großer Schritt zurück in die Normalität.

Eine kleine Hürde muss das Awo-Seniorenzentrum aber bis zum Termin noch überspringen. Im Haus hatte es vor ein paar Wochen einen Corona-Ausbruch. Nun muss nachgewiesen werden, dass das Virus aus der Einrichtungen verschwunden ist, da sonst vorsichtshalber zunächst nicht geimpft wird. Ein paar Menschen warten allerdings noch auf ein negatives Testergebnis.

Weniger Bewerbungen als Impfstoff

Ansonsten ist an der Eichholzstraße alles startklar. Das gilt jedoch nicht für alle Alten- und Pflegeheime im Kreis. Prosper Rodewyk, Bezirksstellenleiter der KVWL im Großraum Dortmund, hatte am Montag im WDR-Fernsehen erklärt, dass derzeit mehr Impfstoff angekündigt sei, als Bewerbungen von Senioreneinrichtungen vorlägen. Man könne so nicht alle mobilen Impfteams in die Heime schicken. Das sei durchaus der Fall gewesen in Westfalen-Lippe, entspanne sich aber wieder, erklärt KVWL-Sprecherin Heike Achtermann am Dienstag. Bei den ganzen Vorarbeiten sei das „kein Wunder, dass es ein, zwei Tage dauert“, sagt Achtermann.

Der Verzug habe zum einen mit der Auslastung der Einrichtungen rund um die Feiertage zu tun. Zum anderen hätten die Kreise aber auch erst mit mehr Impfdosen gerechnet, als dann am 27. Januar wirklich ankamen. Anschließend wiederum wurde die vom Land zunächst angekündigte Zahl dagegen übertroffen, so dass nun mehr Menschen geimpft werden können, als ursprünglich gedacht.

Kreis impft die drei ersten Einrichtungen zu Ende

Mit den ersten 180 Dosen im Kreisgebiet wurden am Sonntag je eine Einrichtung in Unna, Lünen und Schwerte bedacht, die im Vorfeld vom Kreis nach einer Prioritätenliste benannt worden waren. Am Mittwoch soll die erste Impfrunde dort abgeschlossen werden.

Die KVWL unterstützt das Land nun bei der Logistik. Mittlerweile liefen genügend Anmeldungen über ein Onlineportal ein. Die tatsächlich benötigten Impfdosen spricht die KVWL täglich mit Düsseldorf ab. Dann werden sie von dort direkt an die Einrichtungen geliefert. „Wenn die Lieferungen wie angekündigt erfolgen können, werden in wenigen Wochen die Einrichtungen der Altenpflege und das Pflegepersonal geimpft sein“, gab Kreissprecher Volker Meier einen kleinen Einblick in den Zeitplan.

In der Senioreneinrichtung „Haus am Stadtpark“ in Schwerte fand die erste Impfung im Kreis Unna statt. Die erste Spritze erhielt eine über 80-jährige Frau, die den Piks in den Arm sichtlich gelassen hinnahm.

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