Schnee und Regen haben Sanierung weiter verzögert

Alte Mühle in Bönen ist noch nicht ganz dicht

Die Alte Mühle in Bönen wird derzeit saniert. Finanzielle Unterstützung dafür gab es vom Land.
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Im Mai sollen die Sanierungsarbeiten an der Alten Mühle in Bönen abgeschlossen sein.

Bönen – Schrittweise sollen laut Bund-Länder-Konferenz die Corona-Schutzmaßnahmen in den kommenden Wochen gelockert werden – sofern es das Infektionsgeschehen zulässt. Das bedeutet: Kulturveranstaltungen und Volkshochschulkurse könnten demnächst in Bönen wieder möglich sein. Und wenn alles nach Plan läuft, steht dafür ab Mai dann auch die Alte Mühle wieder zur Verfügung.

Es ist nach wie vor das Dach, das Planern und Handwerkern bei der Sanierung des Bönener Kulturzentrums die größte Mühe bereitet. Zwar ist die Mühlenkuppel bereits seit Spätsommer fertiggestellt, doch am Flachdach des Anbaus laufen die Arbeiten noch. Das ist seit geraumer Zeit undicht. Wie sich zudem bei der Sanierung herausgestellt hat, besteht es aus mehreren Schichten. In den vergangenen Jahrzehnten wurde es offenbar immer mal wieder „geflickt“, wie es bei dieser Art der Konstruktion aus den 1960er Jahren sehr häufig vonnöten ist.

Diese durchnässten Schichten müssen nun entfernt und erneuert werden. Das berichtet Isabel Troeßer vom Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt bei der Gemeindeverwaltung. Demnach erfordert die Instandsetzung der Dachfläche einen höheren Aufwand, als zunächst angenommen. Der plötzliche Wintereinbruch mit reichlich Schnee im Februar und der viele Regen in den vergangenen Wochen hat die Arbeiten zusätzlich verzögert und noch mehr Feuchtigkeit ins Gebäudeinnere dringen lassen. Diese Schäden müssen ebenfalls beseitigt werden.

Derzeit wird das Dach von oben abgedichtet. Anschließend soll ein Umlauf für das Trauzimmer erstellt werden. Damit die Hochzeitsgäste sich später auf der Fläche bewegen können, soll ein entsprechender Schutz angebracht und die Lichtkuppeln geschlossen werden. Von unten sei dies schon erledigt, erzählt die Fachfrau aus dem Rathaus. „Von oben werden die Platten jetzt abgedichtet.“

Gemeindearchiv zieht in das Kulturzentrum ein

In dem Bereich, wo ehemals die Teilnehmer des Turmgesprächs auf der Empore Platz genommen haben, soll künftig das Gemeindearchiv eine Heimat finden. Dort wurde bereits ein Teil der Decke abgenommen. Durch die Wasserschäden muss nun auch noch der andere Teil entfernt werden.

Das Büro für den Archivar wird in der ehemaligen Küche eingerichtet. Die wird in Kürze abgebaut und zieht auf die andere Seite des Haupteinganges um, neben die vorgesehenen, barrierefreien Toiletten im ehemaligen Büro. In der kommenden Woche sollen die Fliesenleger damit beginnen, den Küchen- und Sanitärbereich zu fliesen. Die Maler können demnächst mit der Innenraumgestaltung weitermachen. Elektriker bereiten dann in einem weiteren Schritt die Anschlüsse für die angedachte Weihnachtsbeleuchtung vor, und Fachleute sollen schließlich noch ein ansprechendes Beleuchtungskonzept für das Foyer und den Ausstellungsraum erarbeiten. Das wird danach umgesetzt.

Ein paar Wochen wird es also noch dauern, bis die Alte Mühle wieder komplett genutzt werden kann. „Das hängt auch vom Wetter ab“, erklärt Isabel Troeßer. Die Dämmung auf dem Dach könne zum Beispiel nicht bei Nässe verlegt werden.

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