Nachtests des Landes

Corona-Mutationen: Erste Fälle der britischen Virusvariante im Kreis Unna

Ein Forscher zeigt im Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, wie ein PCR-Test für die Analyse auf Mutationen des Coronavirus vorbereitet wird.
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PCR-Tests werden in Laboren auf Mutationen des Coronavirus getestet.

Im Kreis Unna sind erstmals Corona-Fälle der britischen Variante B.1.1.7 nachgewiesen worden. Das haben Nachtests des Landes NRW ergeben.

Kreis Unna - Die Fälle sind dem Gesundheitsamt am vergangenen Freitag gemeldet worden. Bei insgesamt fünf Personen aus dem Kreis haben Labore die britische SARS-CoV-2 Virusvariante B.1.1.7 nachgewiesen. Drei Personen wohnen in Fröndenberg, eine Person in Schwerte und eine in Lünen.

Herausgekommen sind die Fälle durch Nachtests des Landes NRW. Darunter waren auch Proben von fünf Personen aus dem Kreis Unna. Sie hatten sich zuvor auf Corona testen lassen, das Ergebnis war positiv. Das Gesundheitsamt hatte daraufhin Quarantäne angeordnet und die Kontaktpersonen ermittelt.

Kein Bezug zu Kitas oder Altenpflege

Die genommenen Proben seien dann nachträglich im Rahmen eines Modellprojektes vom Land ausgewählt und auf die Mutation getestet worden. „Das Ergebnis mit der Bestätigung auf die britische SARS-CoV-2 Virusvariante B.1.1.7 lag am 8. Februar vor. Es handelt sich um Einzelfälle, ein Bezug zu Einrichtungen der Altenpflege oder Kindertagesbetreuung besteht nicht“, teilte der Kreis Unna am Dienstag mit.

Das Bundesgesundheitsministerium hat alle Labore verpflichtet, Proben und Daten an das Robert-Koch-Institut zu senden, um einen Überblick über die Ausbreitung von Mutationen in Deutschland zu erhalten. Das Land NRW hat das Modellprojekt „Molekulare Surveillance von SARS-CoV-2-Varianten in NRW“ gestartet, um die Verbreitung der Mutationen zu erfassen.

„Bei Verdacht auf die Virusvariante zum Beispiel bei ungewöhnlichen Häufungen kann auch das Gesundheitsamt Kreis Unna die Proben, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen der Kontaktpersonen-Nachverfolgung genommen haben, auf Varianten hin testen lassen“, erklärte der Kreis Unna.

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