Coronavirus: Kik rechnet mit keinen großen Engpässen

+

Bönen – Der größte Arbeitgeber vor Ort im Bönener Industriegebiet – der Textildiscounter Kik – unterhält enge Wirtschaftsbeziehungen zu Lieferanten in China, denn ein großer Teil seines Warensortiments stammt aus dem Land, das derzeit weltweit am stärksten durch den Coronavirus beeinträchtigt ist.

„Unsere Mitarbeiter fliegen nicht mehr nach China gemäß der entsprechenden Warnungen und Empfehlungen von Bundesregierung und Robert-Koch-Institut“, so ein Sprecher des Unternehmens.

„Am Standort Bönen gelten die vom Robert-Koch-Institut und unseren Betriebsärzten empfohlenen verschärften Hygienemaßnahmen. Bei allen Maßnahmen steht im Vordergrund, mit der gebotenen Umsicht vorzugehen und gleichzeitig keine übertriebenen Ängste zu schüren“, so der Sprecher weiter. 

Desinfektionsmittel in den Büros

Aus diesem Grund informiere das Unternehmen derzeit auf Basis seiner sich jährlich wiederholenden Grippepläne. Dieses Prozedere sei auf das Coronavirus übertragbar. „Gleichzeitig sind unsere Kolleginnen und Kollegen mit diesem Prozedere sehr gut vertraut. Als zusätzliche Maßnahme werden in allen Büros Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt.“ Das Unternehmen, das mit über 2600 Filialen die größte Textil-Discount-Kette in Deutschland ist, verfügt insgesamt über knapp 4000 Filialen in Deutschland, Österreich, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Slowakei, Kroatien, Polen, den Niederlanden, Italien und Rumänien und beschäftigt rund 26 000 Mitarbeiter. 

Puffer in der Planung

Wie ist die Versorgung derzeit in den Filialen? Erwartet das Unternehmen Engpässe, weil keine Lieferungen aus China mehr ankommen? „Unser Warenangebot unterliegt keinen kurzlebigen Trends. Wir planen unser Sortiment sehr langfristig. Entsprechend unterliegt unsere Lieferkette nicht dem hohen Zeitdruck wie bei Fast-Fashion-Anbietern.“ 

Über 95 Prozent der Artikel bleibe so lange in den Kik-Verkaufsstellen, bis sie abverkauft sind. Der kleine Rest werde gespendet oder retourniert. Entsprechend arbeite Kik mit sehr langen Lieferzeiten und großzügigen Puffern in der Planung. „Unser Waren- und Zeitmanagement schützt uns aktuell weitestgehend vor Ausfällen.“

Lesen Sie auch:

Coronavirus belastet heimische Firmen - So gehen sie damit um

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare