Gemeinde Bönen will Veranstalter informieren

Osterfeuer: Noch kein amtliches Verbot, aber auch keine realistische Perspektive

So ist es Tradition: Das Osterfeuer vor der Kirche anzünden und an diesen Flammen die Osterkerze, um das „Licht des Lebens“ in das Gotteshaus zu tragen. Hier Pfarrer Benno Heimbrodt bei der Zeremonie.
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So ist es Tradition: Das Osterfeuer vor der Kirche anzünden und an diesen Flammen die Osterkerze, um das „Licht des Lebens“ in das Gotteshaus zu tragen. Hier Pfarrer Benno Heimbrodt bei der Zeremonie.

„Ansteckungsgefahr“ beim Osterfeuer. Das klingt nach einem Wortwitz, ist in der Pandemie aber eine ernste Sache. Auch 2021 wird wohl kein Brauchtumsfeuer angesteckt:

Bönen - Gut zehn Wochen noch bis zu den Osterfeiertagen am 4./5. April. „Da kann es zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Einschätzung geben, ob das Pandemiegeschehen Osterfeuer wieder zulässt.“ So spricht, mit Blick auf die amtlichen Grundlagen, der Teil von Jörg-Andreas Otte, der Bönens Ordnungsbehörde verkörpert. Aus rein persönlicher Perspektive kann er aber nicht erkennen, wie derlei Zusammenkünfte unter den Maßgaben des Infektionsschutzes wieder möglich sein könnten. Um die 10 bis 15 solcher Brauchtumsfeuer, trotz heidnischen Ursprungs in der christlichen Liturgie auch als „Licht des Lebens“ gefeiert, haben Vereine und Gemeinschaften zuletzt in Bönen organisiert.

Diesmal keine Sonder-Entsorgung des Grünzeugs

Schon im Vorjahr machte das Corona-Virus das Beisammenstehen vor den Flammen unmöglich. Mit einer Kulanzregel der GWA war es den Veranstaltern hier, im Gegensatz zu den Kommunen ringsum, immerhin möglich, das nicht abgebrannte Gehölz zur Entsorgung abzuliefern, um die Haufen aus der Landschaft zu bekommen. Das wird diesmal nicht möglich sein. Die Gemeinde will alle bekannten Veranstalter in nächster Zeit darauf hinweisen, bei der Vorbereitung Zurückhaltung zu üben, weil von Amts wegen ungewiss ist, ob das Grünzeug, wie vor Corona, verbrannt werden darf.

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