Coronavirus: Bönener zeigen Solidarität in schwierigen Zeiten

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Am Marie-Curie-Gymnasium und den anderen Schulen in Bönen gibt es am Montag und Dienstag nur noch Betreuungsangebote.

Bönen – Spätestens ab Montag kommt das öffentliche Leben auch in Bönen größtenteils zum Erliegen. Die Schulen sind nur noch zu Betreuungszwecken geöffnet, die Kindergärten geschlossen. Die Kirchengemeinden kündigte an, vorerst keine Gottesdienste mehr zu feiern. Die gute Nachricht: In Bönen haben sich bereits Initiatoren gefunden, die eine Nachbarschaftshilfe organisieren wollen.

Zusammen mit der Nordbögger Ortsvorsteherin Doris Cyplik will Pfarrer Detlef Belter zunächst für den Ortsteil Nordbögge Menschen zusammenbringen, die Hilfe entweder benötigen oder anbieten können. Wer zum Beispiel Unterstützung bei der Kinderbetreuung oder beim Einkauf benötigt, kann sich mit Doris Cyplik unter Telefon 3812 oder mit Detlef Belter unter Telefon 8885 in Verbindung setzen. 

Im Laufe der nächsten Tage soll das weitere Vorgehen koordiniert werden. „Es wird auch überlegt, das Angebot auf die gesamte Kirchengemeinde und auch in ökumenischer Zusammenarbeit auszuweiten“, kündigte Belter an. Die Koordination der Hilfe in Nordbögge sei nur ein erster Schritt. 

Schulen kümmern sich um Arbeitsmaterialien

Es ist ein erstes wichtiges Signal in schwierigen Zeiten: Das Marie-Curie-Gymnasium bietet heute und morgen noch eine Betreuung von der ersten bis zur sechsten Stunde an. So soll sichergestellt werden, dass Eltern auf die neue Situation reagieren können. Danach wird es Notgruppen für Kinder geben, deren Eltern in unverzichtbaren Funktionsbereichen arbeiten, zum Beispiel als Arzt, Krankenpfleger oder bei der Feuerwehr. Auch die anderen weiterführenden Schulen und die Grundschulen der Gemeinde handeln nach diesem Prinzip. 

Damit das Lernen in den kommenden Wochen nicht komplett eingestellt wird, haben die Hellwegschule und Goetheschule auf ihrer Internetseite angekündigt, dort ab heute Arbeitsmaterialien für die einzelnen Klassen zum Download bereitzustellen. Auch das Gymnasium und die Realschule wollen Aufgaben an die Schüler verschicken.

Für die Kindertagesstätten in der Gemeinde hat der Kreis Unna ebenfalls angekündigt, Notgruppen einzurichten. Eltern, die in unentbehrlichen Schlüsselfunktionen arbeiten, müssen dies schriftlich nachweisen. Dafür hat der Kreis auf seiner Internetseite einen Vordruck bereitgestellt, der ausgefüllt bis spätestens Mittwoch in den Betreuungseinrichtungen abgegeben werden muss. Bis dahin soll die mündliche Bestätigung ausreichen. 

Keine Gottesdienste mehr

Auch die Kirchen vor Ort reagieren auf die aktuelle Situation. Nachdem am Freitag bereits alle Veranstaltungen bis zur Karwoche gestrichen wurden, hat sich die Evangelischen Kirchengemeinde entschlossen, vorerst auch keine Gottesdienste mehr zu feiern. Das bestätigte Pfarrer Detlef Belter gegenüber der Anzeiger-Redaktion. Der vorerst letzte öffentliche Gottesdienst fand gestern im Bodelschwinghhaus statt. 

„Am Sonntag haben wir unsere Messen noch normal gefeiert. Ob dies auch in den nächsten Tagen der Fall sein wird, ist äußerst fraglich“, erklärte Pfarrer Benno Heimbrodt von der katholischen Pfarrei Sankt Barbara noch am Sonntagmittag. Am Nachmittag kündigte auch er schließlich an, dass ab sofort und für unbestimmte Zeit keine Messen mehr stattfinden werden. Dabei bezog er sich auf Mitteilung des Dekanats Unna.

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