Zeugnisvergabe auf Abstand: Keine großen Feiern für Abschlussklassen in Bönen

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Die Übergabe des Abiturzeugnisses ist ein feierlicher Moment. Ob das in diesem Jahr auch so sein wird, ist fraglich.

Mit dem Endspurt vor den Sommerferien verbinden die meisten Schüler vor allem die Zeugnisvergabe. Besonders für Abschlussklassen ist diese ein ganz besonderer Moment, der mit einer großen Feier und den liebsten Menschen verbunden wird. Doch in diesem Jahr sieht die Vergabe bei den Abschlussklassen, aber auch bei allen übrigen Jahrgängen der weiterführenden Schulen in Bönen, etwas anders aus.

Bönen – Die Zeugnisse einfach an die Abschlussklassen zu verschicken, kommt für Petra Coerdt, Schulleiterin der Humboldt-Realschule Bönen, nicht in Frage. „Wir werden wohl drei kleine Veranstaltungen nacheinander durchführen, sodass die jeweiligen Klassen mit ihren Eltern die Zeugnisse überreicht bekommen“, erzählt Coerdt. So käme man am Ende mit dem Mix aus Schülern, Eltern und Lehrern auf jeweils etwa 85 bis 90 Personen. „Die würden mit den Abstandsvorgaben auch in die Aula passen. Das wäre im Augenblick die Idee“, sagt Coerdt. Zumindest soll es dann im Rahmen der kleinen Feier eine Abschlussrede der Leiterin sowie eine Besten-Ehrung pro Klasse und neben den Zeugnissen auch kleine Abschiedsgeschenke geben.

Im Falle der übrigen Jahrgänge tendiere die Leiterin dazu, die Zeugnisse am jeweils letzten Präsenztag der Schüler in der Woche vor den Ferien auszugeben. Das soll aber noch genauer in der kommenden Woche besprochen werden. Auch an der Pestalozzi-Hauptschule soll die letzte Woche vor den Ferien der Zeugnisvergabe dienen. Der Präsenzunterricht soll dann wie bisher stattfinden, sodass auch in der Woche vor den Ferien jeweils nur ein Jahrgang pro Tag in die Schule geht. „Normalerweise hat die Zeugnisvergabe für alle Jahrgänge an einem Tag stattgefunden. Das Prozedere ist aber an sich wie in den Jahren zuvor auch, nur dass die Vergabe einzeln stattfindet“, erklärt Reinhard Engler, Leiter der Hauptschule.

Vor allen anderen Schülern werden die Zehntklässler bereits am 19. Juni entlassen. Für sie wird es jedoch in diesem Jahr keine große Feier geben. „Die Klassenleitung hat sich aber schon etwas einfallen lassen. So wollen wir versuchen, den Tag entsprechend der Situation würdig zu gestalten und ihm eine größere Bedeutung zukommen lassen“, sagt Engler.

Wie genau die Zeugnisvergabe für die Abiturienten des Marie-Curie-Gymnasiums aussehen wird, das will Schulleiter Peter Petrak den Eltern der Schüler zeitnah mitteilen. Am Freitag gab es zu dem Thema erst einmal eine eineinhalbstündige Sitzung, in der Ideen für die Übergabe der Zeugnisse an die Abiturienten besprochen wurden. „Wir werden uns mit der Frage auseinandersetzen, wie wir das alles so organisieren können, dass die Schüler ihre Zeugnisse in Empfang nehmen können. Einladungen werden im Rahmen der Hygieneregelungen erfolgen“, teilte Petrak mit.

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