Kontakt halten ist die Maxime der Goetheschule und des Gymnasiums

Ab Montag Distanzunterricht für alle: Reaktionen aus Bönener Schulen

Weit und breit kein Schüler – das kennt man sonst nur aus den Ferien. Doch mit dem Start des Unterrichts in der kommenden Woche wird der Hof der Goetheschule, wie alle anderen ringsum, leer bleiben. Bis Ende Januar gibt’s Unterricht daheim
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Weit und breit kein Schüler – das kennt man sonst nur aus den Ferien. Doch mit dem Start des Unterrichts in der kommenden Woche wird der Hof der Goetheschule, wie alle anderen ringsum, leer bleiben. Bis Ende Januar gibt’s Unterricht daheim

Ende der Weihnachtsferien in der Pandemie. Das bedeutet ab Montag Schulstart mit leeren Klassenzimmern. Dazu zwei Stimmen aus Bönener Schulen:

Bönen – Aus der Ferne unterrichten und doch nah bei den Kindern sein. Nach dieser Maxime hat das Kollegium der Goetheschule am Donnerstag seine Strategie für den Schulstart mit leeren Klassenräumen erarbeitet. „Wir wollen einmal pro Woche eine Stunde direkten Kontakt mit den Kindern halten“, berichtete Rektorin Annegret Berg.

Regelmäßige Videokonferenz der Klassen

Dank der Ausstattung mit der Plattform i-serv würden die Lehrkräfte jahrgangsweise zu festen Terminen Video-Konferenzen abhalten. „Das kann auch in kleineren Gruppe für jeweils 20 Minuten erfolgen, weil eine Stunde für die Kleinen recht lang ist“, sagte Berg. „Wir haben den Kollegen offen gelassen, wie sie das im Detail gestalten. Das Wichtigste ist, dass sich mal alle wieder sehen.“

Grundschule will alle 320 Kindern auf dem Radar halten

Schützlinge, die nicht über ein Gerät für den Online-Kontakt verfügen, wollen die Lehrer „einmal täglich anrufen und hören, wie es den Kindern geht“, so Berg. Es sollen alle Schützlinge auf dem Radar bleiben. Für Eltern hat die Grundschule Erklärvideos für die Nutzung der Technik erstellt. Wer darüber nicht verfügt, kann montags von 8 bis 12 Uhr im Sekretariat Arbeitsmaterial abholen und erledigte Aufgaben einreichen. Der Distanzunterricht folgt Wochenplänen, die an den vertrauten Stundenplänen der Schüler ausgerichtet sind.

Empfehlung für Viertklässler schon erörtert

Die Rektorin blickt der Zeugnisausgabe Ende Januar entspannt entgegen. Da die Goetheschule von Corona-Fällen verschont blieb, sei der Lehrplan fürs erste Halbjahr ohne Verzug abgearbeitet. „Selbst den Elternsprechtag haben wir noch im direkten Kontakt mit Einzelterminen gehalten, was allerdings drei Wochen gedauert hat.“ Deshalb seien auch die für die Viertklässler nun wichtigen Schulempfehlungen schon besprochen.

Nachfrage nach Notbetreuung letzte ungekannte Größe

Offen ist für Annegret Berg nur noch, in welchem Maße die Familien der 320 Kinder auf die Notbetreuung zugreifen. Zuvor war der Bedarf nicht hoch, da galt aber die Beschränkung auf Eltern mit systemrelevanten Berufen oder auf Kinder aus schwierigen Verhältnissen. Im neuen Anmeldeverfahren (Schulhomepage) wird vom Land kein Bedarfsnachweis verlangt.

Marie-Curie-Gymnasium verzichtet auf Orga-Tage

Gleich am Montag wird die Lehrerschaft des Marie-Curie-Gymnasiums in den Distanzunterricht einsteigen, wie die kommissarische Leiterin Bianca Giese berichtete. Das MCG sei – gleichfalls dank i-serv – so gut aufgestellt, dass es die vom Land gewährten Organisationstage am Montag und Dienstag nicht benötige. Wer etwa noch Bücher und anderes Material im Schulspind habe, könne die Dinge in Absprache mit den Lehrern abholen“, so Giese. Auch da sorge die Online-Kommunikation für einen kurzen Draht. Etwa, wenn Lehrer nun noch Arbeiten zurückgeben müssen. Mit Blick auf die Benotung zur Konferenz und Ausgabe der Zeugnisse zum 29. Januar sei das Gymnasium durch Corona nicht aus dem Takt geraten. Die kommende Abiturientia „ist mit den Prüfungen durch. Nur die Q I schreibt noch Klausuren“, so Giese.

„Wir wollen sowieso Kontakt halten“

Ob die Halbjahreszeugnisse per Abholung oder mit der Post zu den Schülern gelangen, sei noch nicht entschieden. Eine persönliche Übergabe unter Corona-Bedingungen hält die MCG-Chefin nicht für angezeigt. Zumal dies für den Kontakt zu den 550 Schülern nicht so entscheidend sei. „Wir wollen sowieso Kontakt halten und sprechen viel miteinander. Da spielt die Zeugnisvergabe nicht so eine entscheidende Rolle“, so Giese. „In diesen Dingen sind wir nach den Erfahrungen im vergangenen Jahr schon geübt.“

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