Virus-Variante aufgetaucht

Schon 25 Fälle von Corona-Mutationen im Kreis Unna - doch es gibt keine Massentests wie in Hamm

25 Fälle der britischen Corona-Mutation sind im Kreis Unna bereits bekannt geworden. Ein Großeinsatz wie in Hamm bleibt aber aus. Warum eigentlich?

Kreis Unna – Während es die Stadt Hamm mit ihrem von Polizei und Ordnungsamt unterstützten Großeinsatz nach dem erstmaligen Auftauchen der britischen Corona-Mutation B.1.1.7 bis in die Tagesschau geschafft hat, sind im Kreis Unna schon 25 Mutationsfälle bekannt geworden. Eine Aktion wie in Hamm mit Massentests und allem Drum und Dran ist bisher jedoch nicht durchgeführt worden. Dazu habe es keinen Anlass gegeben, heißt es aus dem Kreishaus.

Coronavirus-MutationVariante B1.1.7
ZeitpunktSeit September 2020 in Großbritannien
Besonderheitenleichter von Mensch zu Mensch übertragbar, höhere Reproduktionszahl
SterblichkeitLaut RKI gibt es erste Hinweise, dass die Mutation mit einer erhöhten Fallsterblichkeit einhergehen könnte

Corona-Mutation im Kreis Unna - bereits 25 Fälle gemeldet - doch kein Großeinsatz

Die Maßnahmen gegen die Corona-Mutation hingen davon ab, bei welchen Menschen die britische Virus-Variante bislang nachgewiesen worden ist, erklärt Kreis-Sprecher Max Rolke. Wie anderswo auch leitet der Kreis von den positiven Coronatests im Nachgang stichprobenweise welche an ein Labor weiter, das die Proben auf die Varianten untersucht.

Wird eine Mutation entdeckt, wird geschaut, wie viele Kontakte die betroffene Person hatte. In Hamm waren das unzählige in den vier Wohnhäusern unter Quarantäne, im Kreis nach Rolkes Angaben stets nur wenige. Die werden dann auch auf B.1.1.7 überprüft. Wenn der Test anschlägt, werde davon ausgegangen, dass alle Kontakte die britische Variante in sich tragen. In der Statistik tauchen diese Menschen aber weiter nur als „normale“ Coronafälle auf.

Wenige Tage nach dem Corona-Großeinsatz in Hamm ist es ruhig geworden rund um die einzelnen Objekte, in denen Menschen ihre Quarantäne-Zeit verbringen.

Britische Corona-Variante im Kreis Unna: Test auf Mutationen sind teuer

25 Fälle der britische Coronavirusvariante sind im Kreis Unna bereits bekannt geworden. Sehr wahrscheinlich ist die Mutation aber schon weiter verbreitet.

Dieses Vorgehen habe mit den Kosten zu tun. „Wir müssen begründen, warum wir auf die Variante prüfen“, sagt Rolke. Die Tests seien deutlich teurer als die normalen. Bisher haben es sich bei den veröffentlichten Funden um Einzelfälle gehandelt, erklärte er. Auch wenn wie zuletzt in Fröndenberg bei mehreren Menschen an einem Tag eine Mutation bekannt geworden war, hätten diese nichts miteinander zu tun. Am Mittwoch kam je einer in Bergkamen und Unna sowie zwei in Kamen hinzu.

Rubriklistenbild: © Daniel Cole/dpa

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