Bönener bangen um Ferienfreizeiten

Auch in diesem Jahr soll es für Kinder und Jugendliche an die kroatische Adria gehen. Ob das klappt, ist allerdings noch fraglich.

Bönen – Über das lange Wochenende nach Berlin, in den Sommerferien in den sonnigen Süden nach Kroatien: Für reiselustige Kinder und Jugendliche aus Bönen gibt es jedes Jahr Angebote, auch mal ohne Eltern die Welt zu erkunden. In diesem Jahr, das aufgrund des Corona-Virus eben so ganz anders ist als alle Jahre zuvor, wird das möglicherweise aber nichts.

Der Veranstalter, das Jugendamt des Kreises Unna überlegt derzeit, ob die beiden als Nächstes geplanten Freizeiten abgesagt werden müssen oder nicht. Für die Fahrt in die Bundeshauptstadt vom 11. bis 14. Juni in Kooperation mit dem Treffpunkt Go in haben sich zehn Jugendliche angemeldet. Die Fahrt im Zug sehen die Organisatoren dabei noch als unproblematisch an. Dabei könne der Sicherheitsabstand gewahrt werden, zumal die Züge momentan so leer sind wie nie. 

Doch wie sich die Abstands- und auch die Hygieneregeln in dem vorgesehenen Hostel umsetzen lassen, vermag momentan noch niemand zu sagen. „Wir recherchieren“, erklärt Birgit Kalle, die Pressesprecherin des Kreises. Es sei aber gar nicht so einfach, Ansprechpartner vor Ort ans Telefon zu bekommen. „Sie bekommen zurzeit sicher sehr viele Anfragen.“ 

Kreis behält Reisewarnung im Blick

Eine Entscheidung, ob die Berlin-Fahrt stattfindet oder nicht, wollen die Verantwortlichen in der kommenden Woche treffen. Falls sich die Mädchen und Jungen am Fronleichnamstag aber tatsächlich auf den Weg machen sollten, steht jetzt schon fest, dass der für die Fahrt obligatorische Besuch des Bundestags ausfällt. 

Ebenfalls in der kommenden Woche soll klar sein, ob der gemeinsame Urlaub von Kinder und Jugendlichen aus Bönen, Fröndenberg und Holzwickede in Istrien wie geplant am 28. Juni starten kann. „Wir haben dazu die internationalen Reisewarnungen im Blick“, so Kalle. Die gelten bislang bis Mitte Juli und damit würde das Baden in der kroatischen Adria wohl ausfallen. Da aber immer mehr Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Deutschland und anderen Ländern gelockert werden, will der Kreis noch ein paar Tage abwarten. „Etwas Konkretes können wir deshalb heute noch nicht sagen“, so die Kreis-Sprecherin. Im Falle einer Absage werde den angemeldeten Teilnehmern aber selbstverständlich der Reisepreis zurückerstattet.

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