Auswirkungen der Corona-Krise

Autohaus Quooß schließt zum 1. April, eine Übernahme steht noch nicht fest

Betriebsgelände und Schild Auto Quooß an der Poststraße Bönen
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Ob der Betrieb an der Poststraße unter neuem Namen weiterlaufen kann, ist noch nicht klar.

Bönen – Mangelnde Umsätze, zu hohe Kosten: Die Corona-Krise hat auch dem Autohaus Quooß an der Poststraße zu schaffen gemacht. Zum 1. April wird der Betrieb schließen, sagt Pascal Quooß, der den Betrieb 2020 von seinem Vater übernahm. Derzeit gebe es Verhandlungen, ob der KFZ-Betrieb übernommen wird.

Seit 1978 ist das Autohaus Quooß an der Poststraße ansässig. Zum 1. April schließt der Betrieb, den Peter Quooß bis Anfang 2020 geführt hat. Dann hat sein Sohn Pascal den Betrieb übernommen. Seitdem hat sein Sohn Pascal den Betrieb übernommen. Zusammen mit seiner Schwester Joana wollte er den Kfz-Betrieb weiterführen, „aber Corona und die Lockdowns haben uns in die Knie gezwungen“, sagt der Junior.

„An der Poststraße hat vor über 40 Jahren alles angefangen“, erzählt Pascal Quooß. „Ein paar Jahre später zog der Betrieb auf das Grundstück Nummer 16 direkt nebenan.“ Quooß Junior kennt den Betrieb von Kindesbeinen an, 2008 fing er im elterlichen Betrieb an und machte beim Vater die Lehre zum Kfz-Mechatroniker. „Das war nicht ganz leicht“, erinnert er sich. „Der eigene Vater ist strenger als jeder andere Ausbilder.“

Zeitweise war Quooß Seat-Vertragshändler, später übernahm er die Vertretung für Isuzu und Kia. In den vergangenen Jahren sei die freie Werkstatt ein wichtiges Standbein des Betriebes gewesen. Zudem verkaufte Peter Quooß Gebrauchtwagen, aber auch Neuwagen aller Fabrikate, weil er nicht an einen Automobilhersteller gebunden war.

Als der Vater sich Anfang 2020 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Betrieb zurückzog, übernahm Sohn Pascal den Staffelstab zusammen mit seiner Schwester Joana. Der Zeitpunkt hätte nicht unglücklicher sein können, denn wenig später brach die Corona-Pandemie aus und die Umsätze gingen spürbar in den Keller. „Das hat den Kostenapparat nicht mehr abdecken können“, sagt Pascal Quooß. „In den beiden Lockdowns durften wir den Verkaufsraum nicht mehr öffnen, der Umsatz ging weiter zurück.“

Zurzeit gebe es Verhandlungen, so Quooß Junior, ob der Betrieb übernommen und unter neuem Namen weitergeführt wird. Eine Übernahme werde aber sicher nicht zum 1. April erfolgen, die Türen bleiben also erst mal geschlossen im kommenden Monat an der Poststraße.

Wie viele Mitarbeiter von der Schließung betroffen sind, war nicht zu erfahren. Pascal Quooß und seine Schwester haben mittlerweile einen Job gefunden. Für sie geht es weiter mit einem Neustart in anderen Betrieben.

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