Corona-Impfung im Kreis Unna

Impfzentrum entsteht in Nachbarschaft zum Testzentrum

In direkter Nachbarschaft zum Corona-Testzentrum (links) wird derzeit das Impfzentrum des Kreises Unna in der Kreissporthalle 2 vorbereitet.
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In direkter Nachbarschaft zum Corona-Testzentrum (links) wird derzeit das Impfzentrum des Kreises Unna in der Kreissporthalle 2 vorbereitet.

Die Platanenallee bleibt das Zentrum der Corona-Bekämpfung im Kreis Unna. Vor Monaten wurde in der dortigen Kreissporthalle 1 das Testzentrum aufgebaut und seitdem die Abstriche vorgenommen. Direkt nebenan wird in der Halle 2 nun auch das Impfzentrum entstehen.

„Das ist unser gewünschter Standort, den wir von Anfang an im Blick hatten“, sagt Kreissprecher Max Rolke. Die 2018 neu gebaute Halle erfüllt laut Rolke die Rahmenbedingungen, die das Land aufgestellt hat. „Wir steigen jetzt in die Planungen für die Logistik ein“, erläutert er den aktuellen Stand. Fünf Impfstraßen sollen eingerichtet werden, das würde den Vorgaben für die Einwohnerzahl im Kreis entsprechen.

Vor Weihnachten soll mit dem Impfen begonnen werden. Der Kreis nennt den 21./22. Dezember als möglichen Starttermin. Rolke gibt aber zu bedenken, dass bis dahin noch viele Dinge geklärt werden und alle Vorbereitungen reibungslos laufen müssten. Zum Beispiel muss der Impfstoff bis dahin vor Ort sein und natürlich offiziell zugelassen werden, aber auch das Personal rekrutiert sein.

Personal wird noch akquiriert

Die Kassenärztliche Vereinigung kümmert sich um die notwendigen Ärzte sowie das medizinische Fachpersonal für die Impfaufklärung und Durchführung der Impfungen und hat dazu auf seiner Internetseite (www.kvwl.de) unter dem Motto „Oma und Opa umarmen – Machen Sie es möglich!“ einen Aufruf für Freiwillige gestartet.

„Der Kreis organisiert alles, was drumherum ist“, sagt Rolke. So muss zum Beispiel der Anmeldebereich besetzt werden, auch über einen Sicherheitsdienst wird nachgedacht, damit alles in geordneten Bahnen verläuft. Eine vorherige Anmeldung wird auf jeden Fall nötig sein. Derzeit arbeitet eine Expertenkommission nach medizinischen und epidemiologischen, aber auch ethischen und rechtliche Gesichtspunkten aus, welche Menschen bei der Impfung Priorität genießen werden.

Infrastruktur muss aufgebaut werden

Bis es losgeht, muss in der Kreissporthalle noch einiges getan werden. Die EDV muss vorbereitet, Kabel verlegt und Trennwände aufgebaut werden. Auch der Bodenbelag muss geschützt werden, damit dort später wieder Sport getrieben werden kann, ohne dass viel ausgebessert werden muss. Für die Impfung werden die Leute schließlich mit ihren Straßenschuhen in die Halle kommen.

Neben der Anmeldung und den Impfstraßen muss auch geschützter Raum für Aufklärungsgespräche und zum Verweilen nach der Impfung geschaffen werden. Viele Dinge sind aktuell allerdings noch ungeklärt. So wird es auch einen mobilen Impfdienst für Pflegeheime im Kreis geben, um nur ein Beispiel zu nennen.

Aufgaben zusätzlich zur Kontaktverfolgung

„Das ist ein logistischer Aufwand“, sagt Rolke, da der Kreis weiter mit der Kontaktnachverfolgung ausgelastet ist und dort viel Personal gebunden hat. „Das ist ein straffer Zeitplan, aber ich bin guter Dinge“, so der Kreissprecher. Man werde jedenfalls alles daran setzen, denn „das ist letztendlich ein Hoffnungsschimmer“ für ein Ende der Pandemie.

Damit, dass sich die Impfwilligen und die Menschen, die sich nebenan einem Coronatest unterziehen, an der Platanenallee in die Quere kommen, rechnet Rolke nicht. Zum einen sei der Parkplatz der Berufskollege riesig, zum anderen werden sich nicht viele Menschen gleichzeitig vor Ort aufhalten. „Alles wird über Termine organisiert“, betont der Kreissprecher.

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