Circus Rondel hinterlässt verwüstetes Gelände in Bönen

Tiefe Spuren haben die Wagen des Circus Rondel auf dem Bönener Zechengelände hinterlassen.
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Tiefe Spuren haben die Wagen des Circus Rondel auf dem Bönener Zechengelände hinterlassen.

Bönen - Eine Woche lang gastierte der Circus Rondel in Bönen auf dem Gelände neben dem Zechenturm und entwickelte zusammen mit den Schülern der Goetheschule ein artistisches Programm (wir berichteten). Nun sind die Zelte abgebaut, der Zirkus hat das Gelände verlassen. Das ist in einem desolaten Zustand. Tiefe Furchen ziehen sich durch die Wiese. Der Weg, der zum Stellplatz und zur Mountainbikestrecke führt, ist nicht nutzbar. Zurück blieb jede Menge Müll, Stroh und Mist.

„Das Gelände sieht ziemlich verwüstet aus“, ärgert sich Günter Wagner vom Förderverein, der sich monatelang darum gekümmert hatte, dass das Gelände, wo mit ehrenamtlichen Helfern Bäume des Bürgerwaldes gepflanzt und Bänke am Denkmal installiert wurden, gut in Schuss ist. „Zurückgelassen wurde jede Menge Müll, das geht so nicht.“

Auch die Verwaltung ist nicht glücklich, wie der Zirkus den Platz verlassen hat. Die hatte dem Unternehmen vier Mülltonnen kostenlos zur Verfügung gestellt. Zurück blieben jedoch zahlreiche Säcke mit Verpackungen und jede Menge Sperrmüll wie Teppichreste, Lattenroste und Schläuche. Das werde jetzt gewogen, und die anfallenden Entsorgungskosten dem Zirkus in Rechnung gestellt, heißt es aus dem Rathaus. Zudem blieben von den Tieren Stroh und jede Menge Mist zurück.

Das größere Problem aber seien die tiefen Furchen, die die schweren Wagen auf der Wiese hinterlassen haben, war aus der Verwaltung zu erfahren. Als der Zirkus ankam in Bönen, war der Boden wegen der frostigen Temperaturen noch fest. Am geplanten Abreisetag am Samstag war der Boden so weich, dass die Wagen tief in der Erde einsanken und stecken blieben. Das berichtet die Konrektorin der Goetheschule, Anne Schott. Die Bönener Grundschule hatte das Zirkusprojekt, das mit drei Aufführungen am Freitag und Samstag zu Ende ging, initiiert.

Weil die Lkw des Zirkus nicht in der Lage waren, die Anhänger aus dem Acker zu ziehen, musste ein Trecker her. Aber auch der scheiterte an dem nassen, schweren Boden. Erst ein großer Traktor konnte am Sonntag die Wagen vom Gelände schleppen. Dabei entstanden die Schäden, die nicht nur auf dem Standplatz zu finden sind, sondern auch am Rand der Mountainbikeanlage und auf dem Weg, der durch das Gelände führt.

Das Chaos hätte sich wahrscheinlich vermeiden lassen, wenn die Zirkuswagen auf dem festeren Untergrund des Parkplatzes vor dem Turm statt neben dem Zelt auf der Wiese abgestellt worden wären. Aber dann hätten Parkplätze für die Besucher an den Vorstellungstagen gefehlt, war aus dem Rathaus zu erfahren. Deshalb habe man sich für diese Variante entschieden.

Nun muss die Wiese neben dem Turm wieder eingeebnet und der Weg wieder nutzbar gemacht werden. Goetheschulleiterin Annegret Berg wird sich heute mit der Verwaltung treffen, um eine Lösung zu finden.

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