Chronologie: Ein Jahr Coronavirus im Kreis Unna

Hamsterkäufe Corona
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25. Februar: In Heinsberg wird der erste Coronafall in NRW bekannt. Den Bönener Apotheken gehen Masken und Desinfektionsmittel aus. Zum Wochenende werden die Supermarktregale mit Toilettenpapier, Mehl und Nudeln leergekauft.
Dr. Roland Staudt, Kreis-Dezernent Uwe Hasche und Landrat Michael Makiolla sehen noch keinen Grund zur Sorge. Der Kreis sei aber bei einem Anstieg der Fallzahlen gewappnet.
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1. März: Auf einer Pressekonferenz geben der damalige Landrat Michael Makiolla und Gesundheitsdezernent Uwe Hasche den ersten bestätigten Coronafall im Kreis Unna bekannt. Es handelt sich um eine 61-jährige Frau aus Unna-Massen. Sie wurde von der Hausärztin zunächst auf Grippeviren untersucht, erst im Labor wurde Covid-19 festgestellt. Sie klagt im Verlauf ihrer Erkrankung über starken Husten und Schmerzen in der Brust und wird zwischenzeitlich auf der Isolierstation des Klinikzentrums Nord der Klinik Dortmund behandelt. Der Kreis Unna schaltet eine Info-Hotline, die bis zur Überlastung angerufen wird.
Kita Bönen Corona
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13. März: Per Verordnung werden vom Land NRW am Freitagnachmittag Schulen und Kitas (im Bild die Kita St. Bonifatius in Bönen) ab Montag geschlossen. Zuvor hatte der Kreis bereits kulturelle Veranstaltungen abgesagt und öffentliche Gebäude geschlossen. Es folgen tags darauf alle anderen gesellschaftlichen und sportliche Aktivitäten. Die Sportverbände stellen den Liga-Betrieb ein.
Friseur geschlossen
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15.-24. März: Deutschland geht in den Lockdown. Krankenhäuser führen Besuchsverbote ein, Gaststätten dürfen nur noch tagsüber liefern. Die VKU stellt auf Ferienplan um. Vereine sagen ihre Treffen ab, Firmen setzen Pandemiepläne um. Anschließend folgen Kontaktbeschränkungen. Treffen sind nur mit Personen aus zwei Haushalten erlaubt. Friseure, Fahrschulen und andere Betriebe müssen schließen. Seniorenheime sollen Kontakt „nach draußen“ meiden. Gottesdienste fallen aus. Der Kreis meldet den 100. Coronafall, viele Infizierte sind Urlaubsheimkehrer.
Schmallenbachhaus Fröndenberg
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27. März: Der Kreis meldet den ersten Todesfall mit Corona, einen 85-jähriger Mann, der in Fröndenberg zur Pflege lebte. Er war nach einem häuslichen Unfall ins Krankenhaus gebracht worden und dort gestorben. Neben verschiedenen Vorerkrankungen war er auch mit Corona infiziert. Im Kreis gibt es 171 Infektionen (zwölf in Bergkamen). Das betroffenen Schmallenbachhaus in Fröndenberg wird unter Quarantäne gestellt. Im weiteren Verlauf des Ausbruchs sterben 20 Personen, darunter zwei Mitarbeiter.
Ordungsamt Bönen Maskenpflicht
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ab 20. April: Die ersten Läden öffnen, allerdings wird bald darauf die Maskenpflicht eingeführt. Friseure und andere folgen am 4. Mai. Schüler der Abschlussklassen gehen wieder zur Schule, Kitas bleiben aber in der Notbetreuung. Spielplätze und Tierparks dürfen am 7. Mai, Gaststätten und Seniorenheime am 11. Mai wieder besucht werden. Der Kreis zählt da 210 aktive Fälle (sechs in Bönen). Neuansteckungen gibt es nur noch wenige.
Tönnies
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19. Juni: Die Zahlen steigen wieder. Auch wegen des Ausbruch in der Schlachtfabrik von Tönnies, aufgrunddessen über 250 Bergkamener in Quarantäne müssen. Der Kreis zählt 51 aktive Fälle, einen in Bergkamen.
Schulklasse Corona Maske
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10. August: Viele Wochen lag die Inzidenz in tiefen einstelligen Bereich, doch zum Ende der Sommerferien steigen die Coronazahlen wieder. 147 aktive Fälle gibt es, der Kreis registriert die 1001. Infektion und hat mit 27,4 den höchsten Inzidenzwert in NRW. Bald darauf sinken die Zahlen aber wieder auf knapp über 50, doch es häufen sich Quarantänen an Schulen und Kitas.
Gesundheitsamt Kreis Unna
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11./14. Oktober: Innerhalb von 14 Tagen sind aus 138 nun 519 aktive Coronafälle geworden. Der Kreis wird offiziell zum Risikogebiet, nachdem der Inzidenzwert auf 54,3 geklettert ist. Er stellt als Erster in NRW eine Allgemeinverfügung auf, in der Kontaktsport verboten und Feiern eingeschränkt werden. Die Schulen gehen in die Herbstferien. Schon zuvor (bei Inzidenz 35) hatte es erste Einschränkungen gegeben. Drei Tage später schärft der Kreis nach, verhängt eine Sperrstunde von 1 bis 6 Uhr und verbietet Treffen mit mehr als fünf Personen. Eine Woche später gibt es 812 aktive Fälle und die Inzidenz liegt bei über 100. Unter den angestrebten Wert von 50 ist sie seitdem nicht mehr gekommen.
  • Boris Baur
    vonBoris Baur
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  • Ansgar Wolfgart
    Ansgar Wolfgart
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Rubriklistenbild: © Pinger Sabine

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