Carestone vollendet brachliegenden Neubau

Senioren-Residenz Bönen-Königsborn soll am 1. Oktober öffnen

Ein Blick aus der Luft auf die Senioren-Residenz Bönen-Königsborn in Altenbögge. Nach über zehn Jahren sollen die Bauarbeiten in Kürze abgeschlossen sein.
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Ein Blick aus der Luft auf die Senioren-Residenz Bönen-Königsborn in Altenbögge. Nach über zehn Jahren sollen die Bauarbeiten in Kürze abgeschlossen sein.

Zehn Jahre nach Präsentation der Pläne durch den gescheiterten Investor bekommt Bönen im zweiten Anlauf in Kürze ein zweites Seniorenheim.

Bönen – Was lange währt, wird endlich gut, könnte das Motto an der Heinrich-Wieschhoff-Straße am Ortseingang von Altenbögge lauten. Lange Zeit drohte dem geplanten Alten- und Pflegezentrum das Schicksal, eine Bauruine zu werden, bevor der Neubau überhaupt abgeschlossen war. Nach jahrelangen Pleiten, Pech und Pannen übernahm Anfang 2020 die Firma Carestone die Immobilie und gab richtig Gas, denn durch den langen Leerstand waren umfassende Sanierungsarbeiten nötig. Jetzt sei tatsächlich ein Ende abzusehen, so Marketingleiter Stefan Schlichting. Die Fertigstellung soll im Herbst erfolgen. Der künftige Pflegedienstleiter der Einrichtung, Krystian Thomann, spricht vom 1. Oktober als Eröffnungsdatum.

Vor zehn Jahren fing‘s an

Bis die unendliche Geschichte – gebaut wird bereits seit über zehn Jahren an dem Seniorenzentrum – nun doch noch ein gutes Ende nimmt, musste das Unternehmen aus Garbsen umfangreiche Sanierungsarbeiten an dem Rohbau durchführen. „Das Dach musste abgedichtet werden, zudem waren Fassadenarbeiten notwendig“, erläutert Marketingleiter Stefan Schlichting. „Großteile des Innenausbaus mussten erneuert werden – vor allem Trockenbauwände und Kellerabdichtungen. Es wurden Arbeiten im Bereich Heizung, Lüftung, Sanitär durchgeführt und die Elektro-Rohinstallation erneuert. Außerdem haben wir neue Außentüren eingebaut und Balkone installiert.“

Rückblick

Die Geschichte der Problem-Immobilie reicht zurück bis ins Jahr 2011. Nachdem an dem Standort die alte Goetheschule 2009 abgerissen worden war, stellte Dierk Mohring damals seinen Plan für ein Pflegezentrum mit 84 Plätzen vor. Ein belasteter Boden und Finanzierungsprobleme sorgten für einige Verzögerungen bei dem Projekt. Im Sommer 2016 waren immerhin die benachbarten Servicewohnungen fertig und die ersten Mieter zogen ein. Die sind mittlerweile allerdings entweder wieder ausgezogen oder klagen gegen den früheren Betreiber, weil sie das Pflegezentrum, entgegen den Zusicherungen, bis heute nicht nutzen können. Stattdessen wohnten sie neben einer Baustelle. Fertigstellungstermine wurden immer wieder nach hinten geschoben. Im Mai 2019 ging die Finanz- und Immobiliengesellschaft Conreal in ein Insolvenzverfahren. Anfang 2020 kaufte Carestone Conreal die unfertige Immobilie ab und übernahm die Regie

Im Endspurt findet nun der Endausbau statt. Fliesen und Bodenbeläge werden verlegt und Malerarbeiten durchgeführt. Auch die Außenanlagen erhalten jetzt ihren letzten Schliff, damit von der Baustelle bald nichts mehr zu sehen ist.

Bauprojekt in schwieriger Zeit

Der Starkregen Mitte Juli habe auch die Baustelle an der Heinrich Wieschhoff-Straße nicht verschont. Die Einschätzungen seien aber positiv, dass der Terminplan eingehalten werden kann, so Schlichting. „Obwohl wir seit der Übernahme mit einigen Herausforderungen zu kämpfen hatten.“ Das waren vor allem coronabedingte Ausfälle in den Zuliefererketten und Lieferengpässe durch die allgemeine Materialverknappung auf dem Markt.

Der Plan scheint aufzugehen. In wenigen Wochen will Carestone den Staffelstab an den neuen Betreiber Alloheim übergeben. Der plant, die Senioren-Residenz „Bönen-Königsborn“ voraussichtlich am 1. Oktober zu eröffnen, so der Pflegedienstleiter der Einrichtung, Krystian Thomann. Insgesamt bietet die neue Einrichtung 79 moderne und komfortable Einzelzimmer. Hinzu kommen 37 Plätze im Betreuten Wohnen. „Aktuell werden die ersten Plätze vergeben und es besteht eine sehr gute Nachfrage in der Region“, bestätigt Thomann.

„Die speziellen Bedürfnisse der künftigen Bewohner wie breite Flure und Türen, Handläufe an den Wänden, gemütliche Zimmer mit seniorengerechten Badezimmern, wurden bei der Planung berücksichtigt. Die Zimmer werden mit hochwertigen Möbeln ausgestattet, können aber auch um eigene Möbel ergänzt werden“, erläutert Thomann das Konzept. „hinzukommen geschmackvoll eingerichtete Gemeinschaftsräume.“

Neben den pflegerischen Leistungen werde es Veranstaltungsangebote durch den Sozialen Dienst geben, wie zum Beispiel Sing- und Spielenachmittage, Gymnastik oder gemeinsame Koch- und Backaktionen.

Auch der Bewerbungsprozess für neue Mitarbeiter sei bereits gestartet. „Aktuell suchen wir noch Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte, Betreuer und Köche“, so Thomann.

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