20 Vorwürfe

Betrug mit BVB-Dauerkarten: Mann aus Bönen (NRW) unter Verdacht

Ein Besuch im Westfalenstadion in Dortmund ist immer etwas Besonderes. Die Sehnsucht einiger BVB-Fans, die eigene Mannschaft live zu erleben, soll ein Mann aus Bönen schamlos ausgenutzt haben.

Unna/Bönen – In Serie soll ein Bönener arglose Fans von Borussia Dortmund getäuscht, ihnen Dauerkarten und „Stadiondeckel“ verkauft haben, die er nicht besaß. Auch wird dem 36-Jährigen Betrug zulasten eines Küchenhändlers und eines Reiseanbieters zur Last gelegt. Der Gesamtschaden bewegt sich im sechsstelligen Bereich. Nun scheiterte der zweite Prozessanlauf.

VereinBorussia Dortmund
TrainerLucien Favre
Arena/StadionSignal Iduna Park
Kapazität81.365

Gewerbsmäßiger Betrug in 20 Fällen, aufgelistet in zwölf Anklageschriften, wird dem Mann mit bewegter und auch einschlägiger Vergangenheit vorgeworfen. Ab Mai 2017, so zumindest der Vorwurf, bot er unter anderem über das Internetauktionshaus Ebay BVB-Dauerkarten an, zum Teil in Kombination mit den „Stadiondeckeln“, die zum Bezahlen im Stadion benutzt werden können.

Betrug mit BVB-Dauerkarten: Gesamtschaden von über 116.000 Euro

Die Käufer zahlten für das BVB-Ticket, hofften auf spannende Stadion-Momente – und guckten in die Röhre. Darüber hinaus soll der Bönener eine Einbauküche für 16 000 Euro gekauft und nicht bezahlt haben. Zudem wird ihm vorgeworfen, eine Pauschalreise nach Gran Canaria angetreten und die Rechnung über 2500 Euro nicht beglichen zu haben. In diesen beiden Fällen soll später seine Familie für ihn in die Bresche gesprungen sein.

Die BVB-Fans wollten ihre Mannschaft anfeuern und wurden schamlos betrogen.

Laut Anklage beläuft sich der Gesamtschaden auf mehr als 116 000 Euro. Bereits Anfang September hätte sich der 36-Jährige vor dem Unnaer Schöffengericht verantworten sollen. Damals erschien er nicht zum Termin, deshalb erging ein Haftbefehl gegen ihn.

Zeugen müssen gehört werden

Der wurde aufgehoben, weil er sich stellte und mit einem Klinik-Aufenthalt entschuldigen konnte. Bei der Gelegenheit kündigte er an, dass bei der Verhandlung keine Zeugen benötigt würden. Eine Information, die das Gericht als Hinweis auf ein Geständnis wertete.

Nun sollten die Fälle verhandelt werden, Zeugen wurden nicht geladen. Allerdings sorgte der Bönener für eine Überraschung: Er machte von seinem Recht zu Schweigen Gebrauch. Damit musste das Verfahren erneut ausgesetzt werden. Demnächst gibt es einen dritten Anlauf – mit Zeugen.

Über das Champions League-Duell zwischen Lazio Rom und Borussia Dortmund berichten wir im Live-Ticker.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Friso Gentsch/dpa

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