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Vorerst nur noch ein Testzentrum in Bönen

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Von: Kira Presch

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Mann wird im Testzentrum auf Corona getestet
Drei Euro müssen Bürger ab 1. Juli zahlen, wenn sie einen Coronatest machen lassen. In Bönen wird voraussichtlich erst mal nur „Bönen testet“ weitermachen. © Marius Becker

Der kostenlose Bürgertest für alle ist ab dem 1. Juli erst einmal Geschichte. Künftig sollen Testwillige 3 Euro zuzahlen. Im Zuge der neuen Regelung werden in Bönen voraussichtlich drei Teststellen schließen. „Bönen testet“ soll aber bis Ende des Jahres geöffnet bleiben.

Bönen – Es soll aber laut Bundesgesundheitsministerium Ausnahmen geben: Menschen mit Corona-Symptomen, Haushaltsangehörige von Infizierten, Besucher von Pflegeheimen und Krankenhäusern, Schwangere, Kinder bis fünf Jahre und Menschen, die sich nicht impfen lassen können, sollen den Test aber weiterhin kostenlos machen können, wenn sie das mit Attests oder Bescheinigungen glaubhaft nachweisen können.

Weitere Regularien werde es auf Kreis- und Landesebene nicht geben, teilte am Mittwoch ein Sprecher des Kreises Unna mit. Bis zuletzt hatte es bei den Betreibern der Testzentren vor Ort Unsicherheiten gegeben, ob noch eine Testverordnung für NRW kommt. Wie viele Teststationen tatsächlich noch aktiv sind, das konnte der Kreis Unna am Mittwoch nicht sagen.

Bislang gab es in der Gemeinde vier Testzentren: Das DRK bot Bürgertests vor allem sonntags im DRK-Vereinsheim an, die Bären-Apotheke in ihren Räumen an der Bahnhofstraße, Apotheker Stefan Oyen hatte im Saal der Gaststätte Denninghaus ein Testzentrum eingerichtet und „Bönen testet“ bietet Tests an der Bahnhofstraße an. Das DRK führt seit Ende Mai keine Testungen mehr durch. Ob Apothekerin Bettina Siegert weiter Bürgertests in der Bären-Apotheke anbietet, stand am Mittwoch noch nicht fest.

Testzentren bis zuletzt im Ungewissen

Die Unsicherheit bis zur letzten Minute ärgert auch den Apotheker Stefan Oyen. Er hat sich jetzt entschlossen, das Testzentrum an der Kampstraße zunächst zu schließen. „Der Raum bei Denninghaus war gemietet, auch die Mitarbeiter, müssen jetzt mal wissen, wo sie dran sind. Um so unverständlicher, dass bis zum letzten Tag keine Testverordnung vorliegt, die Planungssicherheit gibt. Die Nachweise zu überprüfen, die vom Eigenanteil befreien sollen, das wird den Testern künftig viele Diskussionen bescheren und jede Menge Bürokratie“, befürchtet Oyen. Ob er sein Testzentrum im Herbst wieder eröffnen wird angesichts steigender Inzidenzen sei noch ungewiss.

Übrig bleiben wird zunächst „Bönen testet“ als Anlaufstelle für Tests in der Gemeinde. „Wir machen erst mal weiter bis zum Jahresende“, kündigt Inhaber Nuri Fidan an.

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