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Schadensserie in Hallen soll nach den Ferien behoben sein und die Kleinschwimmhalle umgebaut

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Von: Bernd Kröger

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Die Unterkonstruktion ist schon ergänzt, wo in der Pestalozzihalle nasse Stellen gesucht wurden, der Sportboden bald wieder heil.
Die Unterkonstruktion ist schon ergänzt, wo in der Pestalozzihalle nasse Stellen gesucht wurden, der Sportboden bald wieder heil. © Kröger

Nach der Serie von Wasserschäden in Bönens Turnhallen ist bei der langwierigen Sanierung Land in Sicht. Zu Schulstart ist die Pestalozzi- wie die Hellweghalle wieder - und das Lehrschwimmbecken umgebaut.

Bönen – Die Schüler gehen und die Handwerker kommen. So läuft es in der Regel, wenn die großen Ferien anbrechen und am Schulbau Arbeiten anstehen, die sich mit dem Unterrichtsbetrieb nicht gut vertragen. Die Schüler gehen, aber die Handwerker bleiben, heißt es nun aber an zwei Baustellen, die Schülern und Lehrern in den vergangenen Monaten schon einiges abverlangt haben. Doch die Serie von Wasserschäden an den Turnhallen der Gemeinde soll Geschichte sein, wenn an der Pestalozzi- und der Hellwegschule in sechs Wochen das Leben zurückkehrt.

Mit Sportfest in die Ferien

Nach der Leckage im Heizungskreislauf ist die Turnhalle der Pestalozzischule soweit wieder hergestellt, dass die Hauptschüler vor den Ferien noch ihr Sportfest in der heilgebliebenen Hallenhälfte begehen konnten, nachdem sie praktisch das ganze Schuljahr ohne die Sportstätte auskommen mussten. Wegen des Malheurs musste im Spätsommer ‘21 auch der Boden im Foyer aufgerissen werden, die Sanitärräume waren blockiert, weshalb auch die nicht betroffene Hallenhälfte gesperrt blieb. Unter Einschränkungen, und weil sie sonst aufgeschmissen wären, durften nur die Tischtennisfreunde da noch trainieren.

Schwingboden wird ausgeflickt

Das wird sich bald ändern, wie Isabel Troeßer von der Gemeindeverwaltung beim Baustellenbesuch erläutert. Die Rekonstruktion des Schwingbodens macht erkennbare Fortschritte dort, wo der Belag geöffnet werden musste, um der Nässe nachzuspüren. Unterbau und federnde Schichtholzleisten sind schon montiert. Jetzt noch die Sperrholzplatte drüber und mit dem Kunststoffbelag versiegeln, dann ist es bald geschafft.

Nach Plan sollte die Reparatur schon weiter sein. „Aber der Monteur war in dieser Woche nicht abkömmlich wegen der Waldbrände in seiner Heimat Brandenburg“, erläutert die Ingenieurin. Dafür habe sie Verständnis.

Mitte der Ferien rückt hier noch das Unternehmen an, das den großen Vorhang für die Aufteilung der Halle erneuert – die riesigen Bahnen werden vor Ort zusammengefügt – und dann ist hier für den Schulstart Anfang August baulich alles erledigt.

Multifunktionsraum statt Becken

An der Hellwegschule soll zur Rückkehr der Grundschüler nicht nur der doppelte Wasserschaden an der Sporthalle vergessen sein, sondern auch die Erweiterung verfügbar. Das frühere Lehrschwimmbecken ist nach dem tösenden Abbruch des Hubbodens ebenerdig verschlossen. Im künftigen Multifunktionsraum kann als Nächstes der Bodenleger den ungefederten Sportbelag verbauen. „Außerdem ist hier der Maler bestellt“, sagt Troeßer mit Blick auf den Baufortschritt in den Räumen, die anstelle der Umkleiden entstanden sind. Mehr Platz für Gruppenarbeit und OGS ist so gut wie geschaffen. Zum Schulstart soll’s fertig sein.

Heizungsinstallation erneuert

Von oben und von unten hatte es die vor einiger Zeit erst sanierte Turnhalle gleich nebenan erwischt. Das Dach offenbarte seine Schwächen noch vor der nun laufenden Generalsanierung in Gestalt der Rinnsale von der Decke. Erst im Laufe der Arbeiten zeigte sich, dass auch hier der Zahn der Zeit die Heizungsrohre zerfressen hatte. So sind nun schon neue Heizkörper samt Vorinstallation auf der Wand montiert und werden noch verkleidet.

Dachdecker machen‘s dicht

„Wir haben uns mit der Versicherung darauf verständigen können, dass wir gleich komplett sanieren, damit wir nicht in einigen Jahren wieder vor einem Schaden stehen“, erläutert die Fachfrau vom Amt. Da sollte nun auch von oben nichts mehr kommen, wenn die Dachdecker ihren sommertags recht fordernden Job auf dem Dach erledigt haben. Der Vorbau und die Turnhalle erhalten eine neue Dachhaut, wie es ehedem geplant war als zweiter Bauabschnitt. Im ersten Schritt wurde zuerst die alte Schwimmhalle von oben trockengelegt.

Realschule kommt später dran

Eine aufwendige Sanierung steht noch an der Realschule bevor. Da muss die „Kleinigkeit“ von 200 Fenstern erneuert werden. Daran ist aber in den Sommerferien noch nicht zu denken. „Wir geben das jetzt in die Ausschreibung“, so Troeßer, „in der Hoffnung, dass wir in den Herbstferien einen ersten Bauabschnitt angehen können. Das hängt aber von den Lieferfristen ab.“ In einem Zuge könne der Austausch eh nicht erfolgen, da muss es nächstes Jahr weiter gehen.

Wundern werden sich womöglich die Kinder an der Goetheschule, wenn ihr Unterricht wieder beginnt. Dann wird das Foyer der Schule nicht mehr dasselbe sein. Die OGS braucht Platz, der wird dort mit ein paar Wänden abgezwackt.

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