Andere Fraktionen fürchten Kosten

Bönener CDU unterstützt externes Gutachten für Sportstätten 

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Asche oder Rasen? Auf dem Platz am Rehbusch ist das nicht eindeutig.

Bönen – Am Donnerstag steht im Haupt- und Finanzausschuss erneut der Sportstättenentwicklungsplan auf der Tagesordnung. Die CDU spricht sich im Vorfeld klar für eine Erstellung des nötigen Konzepts durch ein externes Büro aus.

Nachdem die CDU im Sportausschuss um Bedenkzeit gebeten hatte und zunächst keine Empfehlung aussprechen wollte, hat sie sich nun klar positioniert. 

„Eigentlich gibt es für den Sport in der Gemeinde allen Grund, optimistisch in die Zukunft zu blicken“, sagt Detlef Pilz, Fraktionsvorsitzender der CDU. „ Es gibt eine deutliche politische Mehrheit für die Erstellung eines Sportstättenentwicklungskonzepts, und der Vorsitzende des Gemeindesportverbands, Dirk Presch, unterstützt das Vorhaben ebenfalls.“ 

Externer Gutachter soll Konzept für Bönener Sportstätten erstellen

Dennoch habe der Bürgermeister mit der entsprechenden Verwaltungsvorlage in den Ausschüssen keine Mehrheit erhalten. „Sollte sich das heute im Haupt- und Finanzausschuss nicht ändern, droht ein Projekt zu scheitern, das eigentlich mit einer überwältigenden Mehrheit von allen Akteuren gewollt wird.“ 

Kosten von bis zu 25 000 Euro

Viele Ratsmitglieder fanden die geschätzten Kosten in Höhe von 20 000 bis 25 000 Euro für eine professionelle Erarbeitung des Konzepts durch ein Planungsbüro zu teuer und waren der Meinung, die Gemeinde solle das Konzept in Eigenarbeit erstellen. 

„Das ist aber so, als wollte man vom Bürgermeister, dass er ein Haus ohne Architekten baut. Ein solches Konzept dient dazu, dass bei größeren Investitionen das Geld effizient dort ausgegeben wird, wo es dann auch tatsächlich benötigt wird“, macht Pilz deutlich. „Es werden umfassende Informationen zum Zustand der baulichen Substanz gesammelt, und in vielen Bereichen werden Prognosen zum zukünftigen Bedarf der Bürger erstellt. Für solche Aufgaben ist die Gemeinde personell nicht ausgestattet.“

Seriöse Planung Voraussetzung für Fördermittel

Der CDU-Fraktionsvorsitzende rechnet vor: „Geht man vorläufig von 5 Millionen Euro Investitionen in Sportstätten aus, dann machen Beraterkosten von 30 000 Euro lediglich 0,6 Prozent der Gesamtsumme aus.“ 

Der zusätzliche Vorteil seriöser Planung sei auch, dass ein professionelles Sportstättenentwicklungskonzept die Voraussetzung für praktisch alle denkbaren Fördermittel ist, von denen die Gemeinde in Zukunft profitieren könnte. Das Geld für den Berater werde sich in jedem Fall rentieren.

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