190 neue Filialen noch in diesem Jahr

Kik will mit 1,8 Milliarden Umsatz weiter expandieren

Die Geschäfte von Kik werden seit 20 Jahren von Bönen aus gesteuert. - Foto: Liesegang

Bönen - Kik hält an seinem Expansionskurs fest. Der Bönener Textil-Discounter will noch im laufenden Jahr insgesamt 190 neue Filialen eröffnen.

Das kündigte Expansionschef Mike Adams am Rande der Immobilienmesse Expo Real in München an, wie das Fachjournal Textilwirtschaft.de berichtet. Das soll allerdings nur der Anfang einer großen Offensive auf dem europäischen Markt sein. Die Zahl der Geschäfte solle von derzeit rund 3400 auf 5000 steigen, bestätigte gestern auch noch einmal Unternehmenssprecherin Olga Bakanow in der Firmenzentrale in Bönen.

Am stärksten will Kik auf dem Heimatmarkt in Deutschland und im Nachbarland Polen wachsen. Hierzulande starten 2016 rund 70 neue Filialen, tatsächlich neu davon sind 40. In den restlichen Fällen hat das Unternehmen den Standort verlagert. In Polen, wo Kik erst seit 2012 aktiv ist, wird das Filialnetz um etwa 60 Läden erweitert.

Aktuell betreibt der Discounter Geschäfte in neun Ländern: In Deutschland (2600), in Österreich (250), Tschechien (190), Polen (140), Kroatien (70) sowie in der Slowakei, Slowenien, Ungarn und den Niederlanden. Europaweit soll die Zahl der Filialen in den nächsten fünf Jahren auf 5000 anwachsen, wie der neue Kik-Chef Patrick Zahn bereits im Februar dieses Jahres ankündigte.

Die Zahl der Mitarbeiter ist europaweit bereits auf rund 24 000 angewachsen. Der 1994 gegründete und seit knapp 20 Jahren in Bönen ansässige Textildiscounter erwirtschaftet nach eigenen Angaben einen Netto-Jahresumsatz von rund 1,81 Milliarden Euro. Damit rangiert das Unternehmen unter den Top Ten in der deutschen Textilbranche, obwohl Kik erst vor drei Jahren in den Online-Handel eingestiegen ist.

In der sogannten Europazentrale in Bönen ist die Zahl der Beschäftigten inzwischen auf 1173 gestiegen. Die meisten sind im angeschlossenen Zentrallager tätig. Damit ist Kik mit Abstand der größte Arbeitgeber in der Gemeinde.

Der Textildiscounter war Anfang des Monats erstmals auf der größten deutschen Messe für Gewerbeimmobilien vertreten, um sein neues Filialdesign vorzustellen.

Im Jahr 2012 hatte Kik damit begonnen, alle deutschen und europäischen Filialen auf ein neues Design umzustellen. Statt Rot dominiert nun Silber in den Ladenlokalen. Bis 2017 soll die Neugestaltung der Filialen abgeschlossen sein. Bei rund 95 Prozent der deutschen Filialen sei das Konzept aber bereits jetzt umgesetzt, teilten die Verantwortlichen des Unternehmens mit.

Mehr als 600 Auszubildende haben am 1. August 2016 ihre berufliche Laufbahn beim Textildiscounter begonnen. In der Unternehmenszentrale an der Siemensstraße in Bönen werden 29 neue Mitarbeiter ausgebildet, davon sechs aus Bönen. Der überwiegende Teil der Auszubildenden erlernt seinen Beruf in einer der Filialen. Zum Ausbildungsjahr 2016 hat Kik nach eigenen Angaben übrigens die Ausbildungsvergütung um insgesamt sieben Prozent erhöht. Das Einstiegsgehalt für Auszubildende liegt demnach nun bei mindestens 720 Euro beziehungsweise 900 Euro brutto.

Jörg Oudshoorn, der Bereichsleiter für Personalentwicklung, betont: „Wir legen sehr viel Wert darauf, unsere Nachwuchskräfte selbst auszubilden beziehungsweise für Führungspositionen zu qualifizieren“. Kik bietet insgesamt 18 verschiedene Ausbildungsberufe an. In den Filialen kann die Ausbildung zum Verkäufer oder zum Kaufmann im Einzelhandel absolviert werden. In der Europazentrale in Bönen reicht das Spektrum vom Kaufmann für Büromanagement oder den Groß- und Außenhandel bis hin zum Immobilien- oder Personaldienstleistungsmanager.

Abiturienten und Fachhochschulabsolventen haben zudem die Möglichkeit, sich über ein duales Studium für Führungspositionen zu empfehlen.

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