Bönener Team sammelt Spenden bei 5000-Kilometer-Rallye durch Europa

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Das „Speedking Racingteam“geht für das Musikkarussell auf eine Wohltätigkeitsrallye quer durch Europa: Dirk Presch, Kira Presch, Rebecca Hameister, Colja Krause (von rechts) und Bulli „Heinrich“. Hund Ella hat sich zwar auf das Foto gemogelt, wird aber nicht mit auf Tour gehen.

Bönen – Tue Gutes und hab Spaß dabei – so könnte das Motto der „European 5000 Rallye“ lauten, die in diesem Jahr vom 7. bis 19. September kreuz und quer durch Europa führt. Denn neben dem Abenteuer steht das Spendensammeln für einen guten Zweck im Mittelpunkt der Wohltätigkeitsrallye. Mit Bulli "Heinrich" geht WA-Redakteurin Kira Presch diesmal im Vierer-Team auf Tour. 

Man muss schon ein bisschen verrückt sein, um an der über 5000 Kilometer langen Route, die in zwölf Tagen durch zehn Länder führt, teilzunehmen. Diese Voraussetzung erfüllen wir, denn im vergangenen Jahr haben wir das Abenteuer zu zweit schon einmal gewagt, in diesem Jahr gehen wir zu viert mit Bulli „Heinrich“ noch einmal auf die Strecke.

Im vergangenen Jahr waren mein Mann Dirk und ich unterwegs für die Bildungsinitiative Bönen und konnten über 2400 Euro für die Lernpaten sammeln, um ihre wichtige Arbeit zu unterstützen. Dass am Ende so viel Geld zusammen kommt, damit hatten weder sie noch wir gerechnet. Eine tolle Sache! Ob wir in diesem Jahr wieder so viele Unterstützer finden? 

Musikkarussell plant Ferienaktion 2020

Diesmal wollen wir das Bönener Musikkarussell unterstützen. Denn das plant eine besondere Aktion für Kinder, die in den Ferien nicht wegfahren können. „Für sie wollen wir in den Sommerferien 2020 ein kostenloses musikalisches Programm über mehrere Tage anbieten,“ sagt die Vorsitzende Meike Presch, die sich über die Unterstützung freut und auf zahlreiche Spenden hofft. 

Die Grafik zeigt den Verlauf der Rallye quer durch Europa: Start ist bei München, Ziel in Amsterdam.

Für die Tour haben wir uns Unterstützung ins Boot, pardon, in den VW-Bus geholt. Die Bönenerin Rebecca Hameister und Colja Krause sind mit von der Partie im „Speedking Racingteam“. Die hatten die Rallye 2018 im Internet-Blog verfolgt und waren begeistert: „Wenn ihr noch mal antretet, sind wir dabei!“ Also lautet die Devise: „Mach’s noch einmal, Heinrich!“. 

Nachdem der VW T4 Multivan Baujahr 1998 im vergangenen Jahr brav und ohne Pannen durch die spanische Wüste und über steile Bergpässe – und in Andorra sogar durch die Wolkendecke – rollte, stand bald fest: Es war so toll, wir treten noch einmal an. Und es kann ja nicht schaden, weitere Fahrer und Kartenleser an Bord zu haben. 

Immerhin müssen wir durchschnittlich mindestens 420 Kilometer pro Tag bewältigen. Das hört sich nicht so viel an. Aber zu den Regeln der Rallye gehört nicht nur, dass Fahrzeuge über 20 Jahre alt sein müssen, es wird auch ohne Navigationsgeräte und GPS und abseits der Autobahnen auf Landstraßen gefahren. Schließlich sollen die Teilnehmer möglichst viel von Land und Leuten mitbekommen. Das kostet Zeit. Wir müssen uns also ranhalten, um die Etappen zu schaffen. 

Erst beim Start am 7. September in Maxlrain, südöstlich von München, erhalten die rund 120 Teams von den Organisatoren des Super Adventure Club das sogenannte Roadbook. Darin sind nicht nur mögliche Etappen und feste Treffpunkte während der Tour angegeben, wo sich alle Teams wiedersehen und gemeinsam feiern, sondern auch jede Menge verrückter Aufgaben – etwa das Fahrzeug gegen eine Yacht im Hafen von Cannes zu tauschen. Das würden wir natürlich nie tun! 

Für die Tour gilt: Alles kann, nichts muss

Aber es gilt: Alles kann, nichts muss. Wer am Ende am 19. September in Amsterdam auf dem Siegerpodest stehen möchte, der muss allerdings schon ziemlich viele Aufgaben lösen und Fotobeweise ins Buch einkleben. Wir gehen das gelassen an. 

Dabei sein ist alles. Denn hier trifft man jede Menge verrückte Leute aus ganz Europa, die sich mit ihren manchmal außergewöhnlichen Fahrzeugen von der Ente bis zum Hanomag der Herausforderung stellen. Allen gemeinsam ist aber der Wunsch, etwas Gutes zu tun und Projekte zu unterstützen, die uns am Herzen liegen. 

Mindestens 500 Euro Spenden müssen pro Team zusammenkommen. Wir hoffen natürlich, dass wir wieder viele Unterstützer finden, und es am Ende viel mehr wird. Dafür steuern wir in zwölf Tagen von Bayern nach Holland – und nehmen den kleinen Umweg über Österreich, die Schweiz, Italien, Frankreich, Monaco, Andorra, Spanien und Belgien. 

Und jeder, der uns mit einer Spende unterstützt, egal, ob Privatperson, Organisation oder Unternehmen, geht mit uns auf die Reise. Sein Name oder Firmenlogo wird auf dem Bulli verewigt. Und natürlich gibt es für jeden eine Spendenquittung. 

Wir, das „Speedking Racingteam“, treffen inzwischen unsere Vorbereitungen. Schließlich sind es noch knapp zwei Monate bis zum Start. „Heinrich“ muss noch mal auf Herz und Nieren untersucht werden, damit er die lange Strecke gut übersteht. Die neuen Startnummern müssen geklebt werden, Kartenmaterial gesichtet werden. 

Und es bleibt die Frage, wie viel Gepäck darf jeder mitnehmen? Schließlich sind wir diesmal zu viert. Und: Brauchen wir ein Camping-Klo? Wir werden das noch mal diskutieren...

Spenden und Infos

Die Spenden können mit dem Stichwort „Ferienaktion 2020“ direkt auf das Konto des Musikkarussells überwiesen werden: IBAN: DE55 4105 1845 0001 0343 62 bei der Sparkasse Bergkamen-Bönen 

Hier gibt es Informationen: Ein Blog wird während der Reise eingerichtet unter: speedkingracingteam.wordpress.com 

Facebook: speedking racing team-european5000

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