Bönener Schulen müssen auf den DigitalPakt warten

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Das Marie-Curie-Gymnasium, aber auch Humboldt-Realschule und Pestalozzihauptschule müssen sich noch gedulden, bis das digitale Upgrade kommt. 

Bönen - Digitalisierung ist für Schulen mittlerweile ein wichtiges Thema. Die Finanzierung des "Upgrades" durch den DigitalPakt Schule der Bundesregierung ist aber noch unklar.  

Ohne Computer, ohne digitale Ausstattung kommt heute kaum ein Arbeitsplatz aus. Auch die Schulen müssen sich deshalb der Digitalisierung anpassen, auf schnelles Internet zurückgreifen können und über entsprechende Geräte verfügen, um ihre Schüler frühzeitig auf die digitale Welt vorzubereiten. 

Deshalb war Digitalisierung der weiterführenden Bönener Schulen auch Thema am Mittwochabend im Schulausschuss. „Wir haben bereits mit den Schulen Gespräche geführt“, erläuterte Bürgermeister Stephan Rotering den aktuellen Stand. „Es macht Sinn, gemeinsam vorzugehen, um Synergieeffekte nutzen zu können.“ 

Grundgesetz muss geändert werden 

Der Druck sei durchaus da, möglichst schnell die Ausstattung der Schulen auf den neuesten Stand zu bringen, allerdings sei bis jetzt die Finanzierung nicht klar. Mit dem DigitalPakt Schule soll dies gefördert werden. 

Jedoch gibt es bis heute keine konkrete Aussage dazu, wann der DigitalPakt Schule in Kraft tritt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung nennt als Termin „voraussichtlich Ende 2018“ bis die Vereinbarung von Bund und Ländern steht und Mittel beantragt werden können. Grundvoraussetzung für die Bereitstellung der avisierten 5 Milliarden Euro ist allerdings eine Änderung des Grundgesetzes. 

Neben dem Förderprogramm DigitalPakt Schule gibt es für die Schulen noch die Fördermöglichkeit durch das Programm „Gute Schule 2020“. „Es macht aber keinen Sinn, die Umstrukturierung vorab aus dem Budget von Gute Schule 2020 zu zahlen, weil daraus auch andere Projekte finanziert werden können“, stellte Rotering im Ausschuss noch einmal klar. 

Der DigitalPakt Schule hingegen sei der Finanzierung von Digitalisierungsmaßnahmen vorbehalten. Daher werde die Gemeinde Bönen derzeit den Start des DigitalPaktes Schule abwarten, um die hiesigen Schulen anschließend mit zeitgemäßer EDV-Technik auszustatten. "Wir sind aber auf einem guten Weg“, so Rotering. Geplant sei, künftig jede Schule mit einem Ein-Gigabit-Anschluss auszustatten. Aber erst 2020/21 könne der Ausbau Realität werden. 

Zuvor sollen aber schon Server installiert werden, die mehr Flexibilität versprechen, weil sie künftig mit jedem Gerät angesteuert werden können und unabhängig von einem Betriebssystem sind. So werde auch die Umstellung der Lizenz für das Betriebssystem, das zum 31. Dezember 2019 auslaufen wird, keine Probleme machen, versicherte der Verwaltungschef. 

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