Schulausschuss berät über Betreuung

OGS-Plätze in Bönen sollen künftig nach Bedarf vergeben werden

Für das Mittagessen in der OGS möchte die Bönener Verwaltung künftig einen höheren Beitrag erheben.
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Für das Mittagessen in der OGS möchte die Bönener Verwaltung künftig einen höheren Beitrag erheben.

Bönen – Als einen Rückschritt bezeichnete SPD-Ratsfrau Ute Brüggenhorst in der Schulausschusssitzung am Mittwochabend die von der Verwaltung vorgeschlagenen Änderungen des Anmeldeverfahrens zur Offenen Ganztagsschule (OGS). Danach sollen die Plätze für die Betreuung nach Bedarf vergeben werden und nicht mehr in der zeitlichen Reihenfolge der Anmeldung. Die Verwaltung hat damit den Vorschlag der CDU-Fraktion aufgegriffen.

Kindern alleinerziehender und gleichzeitig berufstätiger Mütter oder Väter, zweier berufstätiger Elternteile, Erstklässlern oder Kindern, deren Geschwister bereits die OGS besuchen soll Vorrang gegeben werden. Für Brüggenhorst ist es aber ebenso wichtig, Alleinerziehende zu berücksichtigen, die zum Anmeldezeitpunkt keine Arbeitsstelle haben, sich aber um eine Beschäftigung bewerben möchten. „Dazu muss die Betreuung gesichert sein“, so die Sozialdemokratin.

Zugleich sollen künftig einige Plätze für Kinder freigehalten werden, die aus sozialen oder pädagogischen Gründen in der OGS besonders gut aufgehoben sind. Allerdings sollen diese Plätze nur bis zum 15. Oktober jeden Jahres in Anspruch genommen werden können, da anschließend die Meldung an die Bezirksregierung in Arnsberg erfolgen muss. Die berechnet nach der Zahl der angemeldeten Kinder die Fördersätze.

Kleinere Gruppen und mehr Betreuer

Brüggenhorst wünscht sich hingegen, dass solche Plätze das ganze Schuljahr über für Notfälle zur Verfügung stehen. Während die SPD also mit dem Beschlussvorschlag der Gemeinde nicht zufrieden war, wurden die Fraktion in der Aula des Marie-Curie-Gymnasiums mit acht zu sechs Stimmen überstimmt. Den endgültigen Beschluss fasst der Gemeinderat am 10. Dezember.

Die Ratsmitglieder müssen dann auch darüber abstimmen, ob die Gruppenstärke in der OGS generell auf 25 Kinder gesenkt werden soll. Das ist an der Goetheschule schon der Fall, an der Hellwegschule soll zum neuen Schuljahr mit einer weiteren, sechsten Gruppe dafür gesorgt werden. Dort werden momentan 150 Kinder in fünf Gruppen betreut. Die Sozialdemokraten hatten sich allerdings für maximal 20 Kinder in einer Gruppe ausgesprochen, die von einer Fachkraft- und zwei Ergänzungskräften beaufsichtigt wird.

Kosten sollen neu kalkuliert werden

Dementsprechend stimmten sie gegen den Vorschlag. Doch auch dabei wurden sie mit sieben zu sechs Stimmen (plus einer Enthaltung) überstimmt.

Dazu, ob der monatliche Beitrag für die Mittagsverpflegung künftig auf insgesamt 55 von bislang 44 Euro plus 6 Euro Snackpauschale angehoben werden soll, wollten die Gremiumsmitglieder noch keine Empfehlung an den Rat geben.

Da aufgrund der Corona-Pandemie für dieses Jahr kaum realistische Zahlen vorliegen, sollen die Kosten bis zur nächsten Schulausschusssitzung, die Anfang des kommenden Jahres stattfinden soll, nochmals kalkuliert werden.

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