Bönener Schüler nehmen WA unter die Lupe

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Einen genauen Blick in die Ausgaben des Westfälischen Anzeigers werfen die MCG-Schüler der Klasse 8b während ihres Tageszeitungsprojekts im Deutschunterricht von Anke Walter (hinten rechts).

Bönen – Die Tageszeitung genau zu studieren und zu analysieren – das steht zurzeit auf dem Stundenplan der Schüler der Klasse 8b des Marie-Curie-Gymnasiums.

In einer Kooperation mit dem Westfälischen Anzeiger, der die Leseexemplare für jede Unterrichtsstunde zur Verfügung stellt, führt Lehrerin Anke Walter in ihrem Deutschunterricht dieses mehrwöchige Projekt durch. 

„Für manchen Schüler ist das Zeitungslesen eine neue Erfahrung“, berichtet Anke Walter von den ersten zwei Wochen. „Manche Familien haben gar kein Zeitungsabo. Da gehört der Blick in die Tageszeitung nicht zur täglichen Routine.“ 

Nur ein Schüler meldet sich deshalb bei der Frage, wer regelmäßig Zeitung liest. „Interessant ist auch, dass sich die Schüler zuerst auf Werbeanzeigen und Kreuzworträtsel, und nicht auf die redaktionellen Artikel gestürzt haben“, berichtet Anke Walter. 

Ihre Informationen holen sich die 13- und 14-Jährigen vor allem aus dem Internet. Was interessiert sie da am meisten? „Nachrichten von den Stars“, sagt ein Mädchen prompt. 

Promis interessieren mehr als lokale Nachrichten

Was in Hollywood bei den Promis los ist, interessiert die Jugendlichen offensichtlich oft mehr, als das, was vor ihrer Haustür passiert. Woher die Nachrichten kommen, die in den sozialen Netzwerken geteilt werden, und wie viel Wahrheitsgehalt sie haben, darüber machen sich nur wenige Gedanken. 

Deshalb will Anke Walter den Blick der Schüler schärfen und sie zum kritischen Umgang mit Nachrichten anregen. Vier bis fünf Wochen sind für das Projekt geplant, in dem sich die Schüler intensiv mit dem Printmedium auseinandersetzen werden. 

Sie werden sich den Aufbau der Seiten anschauen und die verschiedenen Ressorts, und einzelne Artikel genauer unter die Lupe nehmen, denn Anke Walter hält regelmäßiges Zeitungslesen nach wie vor für wichtig, um mitreden zu können. 

Was würden sie denn nach den ersten Eindrücken an der Zeitung ändern? „Es sollte etwas bunter sein“, finden einige Schüler. „Da ist viel Grau auf den Seiten.“ Aha, etwas mehr Bilder dürfen es sein und weniger Grau, also weniger Text. „Wenn das so lang ist, dann liest man es nicht zu Ende. Oder nur, wenn es echt interessant ist“, ergänzt einer.

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