Bönener pflanzt heimlich Cannabis im Garten einer alten Dame

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Solche Cannabispflanzen setzte ein Bönener, der als Gärtner bei einer Seniorin arbeitete, heimlich in deren Garten.

Unna/Bönen – Für eine arglose ältere Dame aus der Nachbarschaft sollte ein Bönener die Gartenarbeit übernehmen. Der 48-Jährige tat aber weitaus mehr. Er pflanzte heimlich Cannabis an.

Bis zur Ernte kam er jedoch nicht. Die verbotenen Pflänzchen wurden entdeckt. Das brachte den Mann mit bewegter Vergangenheit erneut auf die Anklagebank. 

Der Job sollte ihm, der finanziell alles andere als auf Rosen gebettet ist, ein paar Euro zusätzlich bescheren. Das Vertrauen seiner Auftraggeberin nutzte er allerdings böse aus. 

Vermutlich im Vertrauen darauf, dass die Seniorin den neuen Bewuchs nicht erkennen würde, schmuggelte er im vergangenen Sommer die drei Cannabispflanzen in ihren Garten. Er hatte Pech und wurde erwischt. 

Nun befasste sich das Unnaer Amtsgericht mit seinem Fall und der Bönener versuchte gar nicht erst, den Anbau in Abrede zu stellen. „Ja, ich gebe die Tat zu. Dummheit.“ Und, um sich in ein besseres Licht zu rücken, fügte er eilig hinzu: „Es ist ja auch nichts geworden. Ich habe das ja auch entsorgt.“ 

Auf die Frage des Gerichts, ob er das Cannabis im Erntefall hätte rauchen wollen, druckste er zunächst etwas herum. Dann betonte er, dass das Ganze aber ausschließlich für den eigenen Bedarf bestimmt gewesen wäre. 

„Ich wollte mich daran nicht bereichern.“ Überhaupt: „Ich habe mir damit alles versaut.“ Denn immerhin sei der Job nach der Entdeckung natürlich weg gewesen. 

Das offene Geständnis und die Folgen wirkten sich letztlich zu seinen Gunsten aus. Gegen ihn sprachen der Vertrauensbruch und der Ärger für die ältere Dame. 

Der Richter redete in dem Kontext Tacheles: „Das ist schon schäbig.“ Der Versuch, sich mit einem grünen Daumen in Rauschzustände zu versetzen, kam den arbeitslosen Bönener verhältnismäßig teuer zu stehen: 200 Euro Geldstrafe.

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