Bönener nahm Gras statt Medikamente

BÖNEN -  Seine Erkrankungen mit Mitteln der Schulmedizin zu behandeln, kam für einen 41-jährigen Bönener nicht in Frage. Er therapierte sich selbst mit Cannabisprodukten. Der Besitz von Marihuana ist jedoch strafbar. Nun musste sich der Mann vor dem Amtsgericht in Unna verantworten.

Zunächst erkrankte der Bönener an Epilepsie, später kam noch ein Krebsleiden hinzu. Um beispielsweise die Chemotherapie besser zu verkraften, griff der 41-Jährige regelmäßig zum Joint, wie er erklärte. Dann kam seine verbotene Medizin allerdings ans Licht, und die Polizei durchsuchte seine Wohnung. Die Beamten entdeckten mehr als zwölf Gramm Marihuana inklusive Zubehör wie eine Grasmühle, Tütchen und eine Tabakdose. Damit stand dem Bönener, der zuvor lediglich bei Schwarzfahrten negativ aufgefallen war, ein Verfahren wegen unerlaubten Drogenbesitzes bevor.

„Ich habe nicht aus Lust und Laune konsumiert. Es hat mir bei meiner Epilepsie und dem Krebsleiden geholfen“, sagte er vor Gericht aus. Selbstverständlich habe das Gras ihm gehört und er habe es genommen. Tatsächlich hoffe er, dass Cannabis irgendwann legalisiert werde. Für ihn sei es eine Medikation. „Ich rauche das gerne. Mir hilft das mehr als Tabletten.“

Sein Prozess endete mit 300 Euro Geldstrafe und einer Ermahnung des Richters: „Sie dürfen es nicht zu medizinischen Zwecken benutzen.“ Der Bönener gab sich geschlagen und akzeptierte seine Strafe: „Ich bin einverstanden. Aber darf ich das in Raten zahlen?“ - sam

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