Bönener nach Alkoholfahrt verurteilt

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Unna/Bönen – Nach einem Streit mit seiner Ehefrau setzte sich ein Bönener hinter das Steuer und gab Gas. Eine denkbar schlechte Idee.

Der Mann hatte über zwei Promille Alkohol im Blut, verursachte deshalb einen Unfall und gefährdete fremde Personen. Die Fahrt unter Alkoholeinfluss brachte den 40-Jährigen nun im Amtsgericht Unna auf die Anklagebank. 

Am Abend des Nikolaustages trank der Mann aus Bönen reichlich und geriet, vielleicht auch aus dem Grund, mit seiner Gattin aneinander. Also entzog er sich der Situation. Auf der Heinrich-Wieschoff-Straße verursachte er dann den Unfall mit knapp 1500 Euro Schaden an einem anderen Fahrzeug. Ganz davon zu schweigen, dass er die beiden Insassen im fremden Auto in große Gefahr brachte. 

„Das war ausnahmsweise“, beteuerte der 40-Jährige, der tatsächlich weder im Straf- noch im Fahreignungsregister Eintragungen hatte, nun in seinem Prozess. „Ich hatte Bier getrunken, mich mit meiner Frau gestritten und dann bin ich losgefahren. Das ist meine Schuld. Ich weiß.“ Und: „Es wird nicht noch einmal vorkommen.“ 

Derweil wies sein Verteidiger auf die schwierigen finanziellen Verhältnisse der Familie hin und erklärte, dass es somit nicht nur den Bönener treffen würde, wenn er den Führerschein neu erwerben müsse. Der Anwalt zielte auf eine möglichst milde Geldstrafe und ein Fahrverbot ab. 

Die Vertreterin der Anklage und der Richter sahen das „etwas“ anders. Sicherlich sprachen das Geständnis und das völlig unbescholtene Vorleben für den Angeklagten. Strafschärfend mussten aber unter anderem die massive Alkoholisierung und der hohe Promillewert gewertet werden. Die Folge: 750 Euro Geldstrafe und neun Monate Sperrfrist zur Neuerteilung einer Fahrerlaubnis.

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