Für  Bönener Lernpaten 5000 Kilometer im Bulli durch Europa

+
Den Bulli für die Adventure Rallye durch Süd- und Westeuropa haben Kira und Dirk Presch bereits mit ihrer Startnummer beklebt. Jetzt fehlen auf dem Bus nur noch die Namen der Sponsoren und Spender, die die Bildungsinitiative Bönen unterstützen möchten.

Bönen 5000 Kilometer und sieben Länder in zwölf Tagen - so sieht das Pensum aus, das sich Dirk und Kira Presch für ihre Wohltätigkeitsrallye vorgenommen haben. Für die Bildungsinitiative Bönen wollen sie auf ihrer Tour im Bulli durch Süd- und Westeuropa Geld sammeln.  

Die Lernpaten staunten nicht schlecht, als sie bei ihrer letzten Versammlung im Treffpunkt „Go in“ Besuch von Kira und Dirk Presch bekamen. Kündigten der Vorsitzende des Gemeindesportverbandes und die WA-Redakteurin doch an, dass sie im September an einer Wohltätigkeits-Rallye teilnehmen wollen, um mit dem Erlös aus Sponsoren- und Spendengeldern die Bildungsinitiative Bönen zu unterstützen. 

Dafür wollen sie mit ihrem Bulli in zwölf Tagen 5000 Kilometer quer durch Europa kurven. Die längere Tour der vom Super Adventure Club organisierten „European 5000 Rallye“ führt die beiden vom 8. bis 20. September vom Startpunkt im Chiemgau durch die Schweizer Alpen nach Südfrankreich (St. Tropez). 

Das offizielle Plakat der European 5000 Rallye zeigt auch den Streckenverlauf während der zwölftägigen Tour durch Süd- und Westeuropa. Der Start wurde von München nach Aschau im Chiemgau verlegt.

Dort treffen sich die insgesamt 96 Teams mit denen einer kürzeren Tour. Für die ist dort Endstation. „Für uns geht es weiter durch die Pyrenäen bis nach Barcelona und schließlich mit einem Abstecher nach Pamplona durch die spanische Wüste und die Pyrenäen nach Biarritz und weiter entlang der Atlantiküste in Richtung Norden“, stellt Dirk Presch die Route vor. 

Nach zwölf Tagen wollen er und Ehefrau Kira sich mit den anderen Rallye-Teilnehmern am Zielpunkt in Amsterdam treffen. 

Navigationsgeräte und GPS sind tabu 

Das Spannende daran: Die Rallye-Teams müssen ohne GPS und Navigationsgeräte auskommen und dürfen auf der gesamten Strecke auch keine Autobahn benutzen, wie Dirk Presch erzählt. „Außerdem müssen wir unterwegs bestimmte Punkte ansteuern, weil wir einen Aufgabenkatalog mit verschiedenen Fragen zu diesen Orten mit auf den Weg bekommen“, ergänzt er. 

Dirk Presch hat sich vor der Adventure Rallye mit Kartenmaterial eingedeckt. Darauf sind er und seine Frau Kira als Orientierungshilfe während der Rallye angewiesen, denn unterwegs darf kein Navi benutzt werden.

Und die Rallye-Fahrzeuge müssen mindestens 20 Jahre alt sein. „Da sind zum Teil ganz außergewöhnliche Oldtimer für einen guten Zweck mit uns unterwegs“, weiß er schon. Er selbst hat sich für die Rallye einen VW T4 Multivan von 1998 angeschafft und mit einem Schlafplatz ausgestattet. 

„Kira und ich wollen versuchen, auf der ganzen Reise im Bulli zu übernachten“, kündigt er an. Für die WA-Lokalredakteurin ist das eine besondere Herausforderung. Als ehemalige Reisejournalistin ist sie eher komfortable Hotelzimmer gewohnt. 

Am Steuer wollen sich die beiden auf der Tour abwechseln. „Der eine fährt, der andere navigiert mit Hilfe der Karten“, erzählt Kira Presch. Sie freut sich besonders auf die Begegnungen mit den anderen Rallye-Teilnehmern. 

„Für uns ist das ein schönes Abenteuer, das wir mit einem sozialen Zweck verbinden können“, sagt ihr Mann. Der 59-Jährige berichtet, dass die Rallyeteilnehmer mindestens 500 Euro für ein soziales Projekt sammeln sollen. 

Für Dirk Presch ist das kein Neuland. Er hat vor drei Jahren mit einem Freund an der Baltic-Seacircle-Rallye rund um die Ostsee teilgenommen. Damals zugunsten der „Arche“, einer Einrichtung der evangelischen Kirche für Kinder und Jugendliche sowie für das Kinder- und Jugendhospiz Baltasar. 

Die Lernpaten der Bildungsinitiative Bönen waren erstmal verblüfft, als Dirk Presch ihnen den Plan vorstellte, mit der Rallye Geld für ihre Arbeit zu sammeln. 

„Kira und ich haben uns diesmal dafür entschieden, die Bildungsinitiative mit unserer Tour zu unterstützen. Wir finden es großartig, wie die Lernpaten des gemeinnützigen Vereins in Zusammenarbeit mit den Grundschulen den Kindern helfen, die aus unterschiedlichen Gründen Probleme mit dem Lernstoff haben. Das ist ein tolles Bönener Projekt, das unsere Unterstützung verdient und jeden Euro gebrauchen kann“, betont Dirk Presch. 

Spender werden am Bulli gewürdigt 

Die Initiative und das „Speedking-Racingteam“ – so ihr Rallye-Teamname – freuen sich über jeden Betrag. Außerdem bekommen die Sponsoren natürlich eine Spendenquittung. Und jeder Spender, egal ob privat, eine Organisation oder ein Unternehmen, wird auf dem Bulli mit seinem Namen oder Logo verewigt. „Und davon werden wir in St. Tropez ein Foto für die Spender machen“, kündigt Dirk Presch an.

Die Spenden sollen mit den Stichworten „Speedking“ oder „European 5000“ oder „Presch“ direkt auf eins der Konten der gemeinnützigen Bildungsinitiative Bönen gehen: Unter IBAN: DE83 4105 1845 0001 0377 38 bei der Sparkasse Bönen oder unter IBAN: DE11 4106 2215 0051 6306 01 bei der Volksbank Bönen. 

Hier gibt es mehr Informationen

Ein Blog wird während der Reise eingerichtet unter: speedkingracingteam.wordpress.com

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare