Bönener Kommunalwahlkandidaten sind zwischen 19 und 98 Jahre alt

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Für die 32 Sitze im Gemeinderat gibt es zahlreiche neue Bewerber.

Bönen – Jeweils sechs Kandidaten von fünf Parteien und einer freien Wählergemeinschaft – der Bürgergemeinschaft Bönen – stehen in den 16 Wahlbezirken der Gemeinde am Sonntag, 13. September, zur Wahl. Sie alle wollen künftig im Gemeinderat mitbestimmen und die Zukunft Bönens mitgestalten. Dass dabei jeder Kandidat seine eigenen Vorstellungen davon hat, was für den Ort und seine Bewohner gut und richtig ist, ist ganz normal. Zumindest bildet die Liste der 96 Bewerber für die Wahlbezirke zuzüglich 19 weiterer Kandidaten auf den jeweiligen Reservelisten einen guten Querschnitt der  Bevölkerung ab.

Vertreten sind Bewerber beider Geschlechter und aus ganz verschiedenen Berufsgruppen wie Handwerker, Kaufleute, Landwirte und Akademiker, sowohl Beamte als auch Angestellte, Arbeiter und Selbstständige.

Allerdings zeigt ein Blick auf die Wahlvorschläge auch, dass vor allem die mittlere und ältere Generation bereit ist, politisch mitzumischen. Demnach stellt die Partei Die Linke mit einem Durchschnittsalter von knapp 36 Jahren die mit Abstand jüngsten Kandidaten bei der Kommunalwahl und mit dem 19-jährigen Pascal Horst sogar den absolut jüngsten Anwärter auf ein Ratsmandat. Der Anlagenmechaniker tritt im Bezirk 2070 an, Wahllokal dort ist das DRK-Heim. Die ältesten Kandidaten schickt hingegen die Bürgergergemeinschaft Bönen (BgB) ins Rennen. Die 16 möglichen Ratsmitglieder der BgB, von denen zugleich zwölf die Reserveliste bilden, sind durchschnittlich 62 Jahre alt – gemeinsam kommen sie auf 999 Lebensjahre.

Die älteste Kommunalwahlbewerberin in der Gemeinde ist aber nicht unter den BgB-Mitglieder, sondern wird von der FDP aufgestellt. Ilse Hennenkämper wurde 1922 in Flierich geboren und stellt sich im Bezirk 2050 dem Votum der Wähler in der Goethehalle. Sie ist eine von 14 Rentnern und Pensionären, die in diesem Jahr zur Wahl antreten. Dem gegenüber stehen zusammen fünf Studenten, Auszubildende und Schüler.

Deutlich mehr männliche Bewerber

Weiterhin höher ist der Anteil der Männer, die in den Rat einziehen möchten. Den 59 männlichen Wahlbezirkskandidaten stehen aber immerhin 37 weibliche Bewerber gegenüber. Den höchsten Frauenanteil hat dabei Bündnis 90/Die Grünen mit neun Frauen, den geringsten die CDU, die mit Claudia Gebhard und Doris Cyplik von lediglich zwei Frauen in den Wahlbezirken vertreten wird. Die beiden Ortsvorsteherinnen sind zudem die einzigen Frauen auf der 17 Kandidaten umfassenden Reserveliste der Christdemokraten. Unter den 19 Namen auf der Reserveliste der Bönener Grünen stehen hingegen elf weibliche. Bei der SPD, in deren Satzung wie bei den Bündnis-Grünen und der Partei Die Linke eine Frauenquote steht, sind es ebenfalls elf, jedoch von insgesamt 30 Reservelisten-Kandidaten. Sieben Sozialdemokratinnen bewerben sich in den 16 Wahlbezirken um einen Platz im Gemeinderat.

Das Gremium besteht zurzeit aus 32 Mitgliedern sowie dem Bürgermeister als Vorsitzenden. Und egal wie die Abstimmung im September ausfällt, neue Gesichter wird es bei den künftigen Ratssitzungen auf jeden Fall geben. Von den bisherigen Mandatsinhabern treten zehn nicht erneut an, darunter die fünf fraktionslosen Ratsmitglieder Christiane Geiger-Caen, Klaus Herbst, Wolfgang Menges, Hans-Ulrich Reiners und Turan Karacayir. Daniela und Gerrit Heil von Bündnis 90/Die Grünen wollen in den Kreistag einziehen, Martin Engnath, Stefan Hippler und Jutta Schäfer von der SPD scheiden aus. Dafür sind unter den Bewerbern aller Parteien und der BgB zahlreiche „Neulinge“ sowie einige Kandidaten, die nach einer Pause erneut in Rat mitarbeiten wollen.

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