Humboldt-Realschule braucht einen neuen Chef

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Mit Unterstützung von Ute Bresser organisiert Guido Bläsing jetzt nach dem Weggang von Sibylle Arlinghaus den Schulalltag. Die Sekretärin hat mehr als 20 Jahre Erfahrung an der Nahtstelle zwischen Schülern, Eltern und Lehrern.

BÖNEN Das Fest zum 50. Jubiläum der Humboldt-Realschule im kommenden Jahr erlebt Sibylle Arlinghaus nicht mehr als Rektorin. Nach 16 Jahren an der Spitze des Lehrerkollegiums am Billy-Montigny-Platz hat sie auf eigenen Wunsch eine neue Aufgabe bei der Bezirksregierung in Arnsberg übernommen.

Bis ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin gefunden ist, wird Konrektor Guido Bläsing die Schule kommissarisch leiten. Der 47jährige Pädagoge hat sich bereits darauf eingerichtet, dass die Leitung der Schule mindestens bis zum nächsten Sommer in seinen Händen liegt. 

„Sibylle Arlinghaus hat in Arnsberg die übliche halbjährliche Probezeit. Vorher wird die Stelle nicht ausgeschrieben“, betont Guido Bläsing. Erst im März könne deshalb das übliche Bewerbungsverfahren anlaufen. Und das dauere erfahrungsgemäß mehrere Monate, erläutert der Konrektor. 

Guido Bläsing hofft, dass der oder die neue Schuleiter/in schon im Sommer nächsten Jahres das große Fest zum 50-jährigen Bestehen der Humboldt-Realschule mitfeiern kann. Er selbst hat nach eigenen Angaben keine Ambitionen, die Nachfolge von Sibylle Arlinghaus anzutreten, die er seit 2005 als Konrektor begleitet und unterstützt hat. 

Der Fröndenberger war bereits seit fünf Jahren als Geschichts- und Französischlehrer in Bönen tätig, als er die Nachfolge von Udo Lang antrat. Um sich für die Rektorenstelle zu bewerben, müsste Guido Bläsing in ungewöhnlich kurzer Zeit noch mehrere mehrtägige Fortbildungen absolvieren.

„Das hat mir die Bezirksregierung zwar angeboten, doch dann könnte ich ja meine derzeitigen Leitungsaufgaben hier an der Schule nicht mehr erfüllen“, macht er deutlich, dass ihm die HRS ans Herz gewachsen ist. Nach 13 Jahren als Konrektor schreckt ihn auch die derzeitige Verantwortung und Mehrbelastung nicht. „Mit Unterstützung unserer Sekretärin Ute Bresser und aller Kollegen wird uns das bestimmt gelingen“, ist Bläsing überzeugt. 

Humboldt-Realschule bei Qualitätsanalyse mit sehr gut bewertet

Sibylle Arlinghaus konnte sich vor den Sommerferien allerdings in der Gewissheit vom Lehrerkollegium verabschieden, dass die Humboldt-Realschule alle Anforderungen erfüllt und in der Lage ist, den Schülerinnnen und Schülern den Bildungsweg in eine positive Zukunft zu ebnen. Die HRS hat bei der Qualitätsanalyse der Bezirksregierung Arnsberg im Januar „sehr gut“ abgeschnitten, wie die bisherige Rektorin gestern morgen auf Anfrage wissen ließ. Da war sie selbst im Auftrag der Bezirksregierung schon schon zur Qualitätsanalyse an einer anderen Schule unterwegs. 

Dieses Amt als Qualitätsprüferin für die Sekundarstufe 1 (Haupt- und Realschulen) hat Sybille Arlinghaus nämlich am 1. September bei der Schulaufsichtsbehörde in Arnsberg übernommen. Sowohl diesen Personalwechsel als auch das erfreuliche Ergebnis der Qualitätsanalyse hat die Realschule bisher nicht an die große Glocke gehängt. Auf Wunsch von Sibylle Arlinghaus wird sie Freitag nur im relativ kleinen Kreis verabschiedet. 

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