Schlammschlachten und Stolperfallen

Bönener Fußballvereine beklagen schlechte Sportplätze

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Asche oder Rasen? Das ist hier die Frage. Auf dem Gelände am Rehbusch, wo die Spielvereinigung Bönen zu Hause ist, ist das nicht immer klar auszumachen. Eigentlich handelt es sich um einen Ascheplatz, der teilweise von Gras bewachsen ist.

Bönen - Besonders glücklich ist derzeit kein Bönener Fußballverein mit den Sportplätzen, die er bespielt. Das sagt Thomas Köster, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und sportpolitischer Sprecher der Bönener SPD, nach Gesprächen mit Vertretern der Bönener Fußballvereine.

Er kommt zu dem Schluss, die Bönener Sportplätze sind in einem miserablen Zustand. Die SPD-Fraktion hat jetzt einen Antrag gestellt zur Erstellung eines Sportstättenbedarfsplans – allerdings zunächst nur für den Bereich Fußballsport. Damit rennt er bei der Verwaltung sozusagen offene Türen ein, wie Fachbereichsleiter Robert Eisler bestätigt.

Arbeiten an Bedarfsplan laufen bereits

Nachdem der Vorsitzende des Gemeindesportverbandes, Dirk Presch, bereits im Herbst 2017 im Gemeinderat die Notwendigkeit betont hat, einen Sportstättenbedarfsplan für die Gemeinde Bönen aufzustellen, hat die Verwaltung das Thema bereits aufgegriffen. „Wir arbeiten derzeit an einem Sportstättenbedarfsplan, der im nächsten Fachausschuss für Familie, Sport und Kultur am 7. März vorgestellt werden soll“, so Eisler.

Die Bönener Vereine beklagen laut Köster massive Mängel auf ihren Sportplätzen. Die Instandhaltung und die laufende Unterhaltung, insbesondere der veralteten Anlage „Am Rehbusch“ könnte künftig zu erheblichen Kosten führen. 

Rasenplatz kaum bespielbar

Die Gemeinde Bönen plante die Verlegung der Sportanlage auf das Zechengelände. Aufgrund fehlender Haushaltsmittel konnte die Maßnahme bisher nicht umgesetzt werden. Die notwendige Fläche ist aber vorhanden und für diese Maßnahme reserviert.

Der TV Germania Flierich-Lenningsen spricht von einem Rasenplatz, der kaum bespielbar und schwer instand zu setzen ist und wünscht seit vielen Jahren eine Verlegung des Sportplatzes an die Sportanlage an der ehemaligen Ermelingschule, zumal sich dort auch die Umkleideräume und Duschen befinden. 

Der Verein denkt über den Bau eines neuen Sportplatzes nach. Und der VfK Nordbögge hat sich bereits an die Verwaltung gewandt, weil der Kunstrasenplatz verschlissen ist und erneuert werden muss.

„In die gesamte Problematik sollte nun durch die Verwaltung eine Systematik in der Abarbeitung der Mängel gebracht werden, zumal bei den gewünschten Instandsetzungsmaßnahmen erhebliche finanzielle Mittel aufzubringen wären“, so Köster. 

GPA empfiehlt Reduzierung der Sportstätten

Dazu benötige der Rat eine Entscheidungsgrundlage. „Für neue Strukturen müssen wir zunächst Zahlen erheben und die demografische Entwicklung berücksichtigen“, so Robert Eisler.

Dazu sollten die betroffenen Vereine an dem Prozess beteiligt werden. Eventuell lassen sich bei vier Fußballvereinen auch Synergieeffekte erzielen, so Köster. Synergieeffekte zu suchen, schlagen jedenfalls die Prüfer der Gemeindeprüfanstalt (GPA) NRW vor, nachdem sie die Gemeinde auch im Bereich Sport unter die Lupe genommen haben. Sie schlagen eine Reduzierung der Sportanlagen von vier auf zwei vor, um den Haushalt zu entlasten.

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