Kinderpornografie

3000 kinder- und jugendpornografische Bilder: Urteil gegen Mann aus Bönen

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Der Fund von kinder- und jugendpornografischen Bilder und zwei Videos hat einem Bönener eine Bewährungsstrafe und eine Geldstrafe eingebracht.

Der Fund von kinder- und jugendpornografischen Bilder und zwei Videos hat einem Bönener eine Bewährungsstrafe und eine Geldstrafe eingebracht.

Unna/Bönen – Bei einer Durchsuchung stieß die Polizei in der Wohnung eines Böneners auf nahezu 3000 kinder- und jugendpornografische Bilder und zwei einschlägige Videos. Der verbotene Besitz brachte den 53-Jährigen nun vor das Amtsgericht Unna und bescherte ihm letztlich eine Bewährungsstrafe inklusive vierstelliger Geldbuße.

Auf den Beschluss des Amtsgerichts in Dortmund hin fand die Durchsuchung der Wohnung des Böneners am Morgen des 2. August 2018 statt. Und tatsächlich wurden die Beamten fündig. Unter anderem auf Smartphones, einem Pad und einem Notebook entdeckten sie 2397 kinder- und 456 jugendpornografische Fotos sowie zwei gleich gelagerte Videos. Die Inhalte waren erschreckend – von eindeutig sexualisierten Nacktbildern bis hin zum massiven Missbrauch.

Angeklagter beschämt und geständig

Für den Besitz dieser Schriften, wie es in der Anklageschrift formuliert ist, musste sich der 53-Jährige nun verantworten. Deutlich beschämt, nervös und zumindest teilweise zitternd, stellte er sich dem Verfahren. Er war sofort geständig und versuchte, die Hintergründe darzulegen. Nach einer Trennung sei er in ein tiefes Loch gefallen, habe kaum noch soziale Kontakte gehabt und verstärkt im Internet gesurft. „Da kommt man halt auf solche Seiten“, erklärte er und fügte hinzu: „Ich habe mich darin komplett verloren.“

Der Einziehung der Geräte stimmte er sofort zu. Auch betonte er: „Das ist der größte Fehler meines Lebens gewesen. Dafür schäme ich mich auch bodenlos.“ Darüber hinaus gab er an, auf der Warteliste für eine entsprechende Therapie zu stehen.

Das Geständnis, die Einsicht, der Therapiewille, ein leeres Strafregister und der Zeitablauf standen letztlich der Vielzahl der gehorteten Fotos gegenüber. Das Gericht verurteilte ihn zu vier Monaten Haft auf Bewährung und zu 5000 Euro Geldbuße zugunsten des Deutschen Kinderschutzbundes.

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