Bönener Eichen von Giftraupen befallen

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Die Karte auf der Internetseite der Gemeinde zeigt, wo sich der Eichenprozessionsspinner breitgemacht hat.

Bönen – Nachdem sich der Eichenprozessionsspinner im vergangenen Jahr in Bönen breitgemacht hat, wurden jetzt die ersten Nester seiner Nachkommen in der Gemeinde entdeckt. Wieder ist der Friedhof in Nordbögge sowie der Bereich rund um die Feuerwache betroffen.

Dort sind die Mitarbeiter eines Fachbetriebes bereits aktiv geworden und haben die Raupen von den Bäumen abgesaugt. Am Friedhof in Altenbögge mussten die Larven mit den Gifthaaren ebenfalls entfernt werden. 

Einen besonders starken Befall stellten die Mitarbeiter des Bönener Bauhofes zudem am Schulzentrum fest. Sie machten an fast allen Bäumen auf dem Gelände Raupennester aus und bestellten die Experten für Dienstag zur Beseitigung dorthin. Gespinste mit dem Nachtfalter-Nachwuchs sind weiterhin an mehreren Eichen entlang des Hagenweges, der Lenningser Straße, der Feldstraße, der Kleystraße und am Butterwinkel gesehen worden, wie die Verwaltung jetzt mitteilt. 

Spaziergänger, Sportler und alle, die in diesen Bereichen unterwegs sind, sollten besonders aufmerksam sein und unbedingt vermeiden, mit den Raupen und ihren Nestern in Kontakt zu kommen. Ab dem dritten Larvenstadium, welches im April beginnt, bilden die Raupen nämlich Brennhaare aus, die das Eiweißgift Thaumetopoein enthalten. Auf der Haut kann es juckende und brennende Ausschläge verursachen und bei empfindlichen Menschen sogar zu einem allergischen Schock führen.

Grundstückseigentümer müssen Nester selbst beseitigen lassen

„Bei einem direkten Kontakt ist es ratsam, die Kleidung zu wechseln und zu waschen. Des Weiteren sollte der gesamte Körper gründlich gewaschen werden. Vor allem in den Haaren können sich die Brennhaare verfangen“, rät die Gemeindeverwaltung. 

Wer ein Nest auf seinem eigenen Grundstück entdeckt, muss sich selbst um die Beseitigung kümmern, heißt es aus dem Rathaus. „Die Bekämpfung sollten die Eigentümer aber unbedingt einem Fachbetrieb überlassen, da spezielle Schutzkleidung notwendig ist, um bei der Bekämpfung nicht mit den Brennhaaren in Kontakt zu gelangen“, so die Verwaltung. 

Wer dagegen einen Eichenprozessionsspinnerbefall auf einer öffentlichen Fläche entdeckt, soll sich unter der Telefonnummer 93 32 43 oder 93 32 44 an das Ordnungsamt wenden. Auf der Internetseite www.boenen.de unter der Rubrik „Meldungen und Aktuelles“ will die Gemeindeverwaltung aktuell darüber informieren, welche Flächen betroffen sind.

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