CDU-Vorsitzender Christian Lein begrüßt Merkels Entscheidung

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Der Vorsitzende der Bönener CDU, Christian Lein, begrüßt die Ankündigung von Kanzlerin Angela Merkel, den Parteivorsitz abzugeben. "Das hätte sie schon nach der Bundestagswahl machen sollen."

Bönen - 18 Jahre lang führte Angela Merkel die Bundes-CDU als Parteivorsitzende. Jetzt kündigte die Kanzlerin nach den massiven Stimmverlusten bei der Wahl in Hessen ihren Rücktritt an. Wie denkt die Parteibasis in Bönen darüber?

Die möglichen Nachfolger formieren sich bereits: CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, Gesundheitsminister Jens Spahn und der frühere Unionsfraktionsvorsitzende Friedrich Merz haben bereits ihre Kandidatur angekündigt. Auch im Gespräch ist NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Wie reagiert die Bönener Parteibasis darauf? Wir sprachen mit dem Vorsitzenden der CDU Bönen, Christian Lein: 

„Es ist gut für die Partei, dass Angela Merkel abtritt“, so Lein. „Was wir brauchen, ist eine komplette Erneuerung.“ Das habe das Wahldebakel in Hessen klar gezeigt. Nach seiner Einschätzung habe Merkel damit viel zu lange gewartet. „Sie hätte den Vorsitz schon kurz nach der letzten Bundestagswahl abgeben müssen.“ 

Wir müssen wieder klare Positionen beziehen

Der Wähler sei auf der Suche nach Antworten auf die großen Themen – Flüchtlinge und Europa. „Er findet aber nur einen Einheitsbrei. Die großen Parteien CDU und SPD kann er kaum noch unterscheiden. Wir müssen uns wieder klarer positionieren. Denn die Stammwähler sterben langsam aus.“ 

Bei den Kandidaten traut er einzig Friedrich Merz zu, die Partei zu einer klaren, konservativen Position zu führen. „Das würde auch der SPD helfen, sich wieder deutlicher links von uns aufzustellen und ihre Themen zu besetzen.“ Die anderen Kandidaten hält er für „Merkels Kinder“, die eher deren Kurs fortsetzen. 

Bis zum Bundesparteitag im Dezember bleibt es also spannend. „Da beneide ich schon die Sozialdemokraten, die direkt über den Parteivorsitz abstimmen können“, so Lein. „Wir haben da leider immer noch das Delegiertensystem nach alter Väter Sitte."

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